Die Aktie der Valiant-Bank setzen ihren Höhenflug der vergangenen Monate fort. Zum Wochenstart steigen sie um 0,6 Prozent auf 169,80 Franken, wobei sie in den ersten Handelsminuten zwischen plus 0,7 und minus 0,5 Prozent schwanken. 

Damit sind sie seit Anfang August 2024 um rund 75 Prozent auf den höchsten Stand seit Herbst 2010 gestiegen. Auf dem Niveau dieses 15-Jahres-Hochs haben sie das Potenzial mittelfristig nun aber offenbar ausgeschöpft - dies zumindest nach Ansicht der Grossbank UBS. Sie stuft die Aktien der KMU-Bank auf «Neutral» von «Buy» herab. Diese Anpassung der Einstufung nehme er angesichts der starken Performance der Aktie und aufgrund der Bewertung vor, schreibt zuständige Analyst. 

Zudem hebt der Experte die konsequente Kostenkontrolle und die robusten Aussichten auf Nettozinserträge hervor. Die Daten zum Swap-Portfolio und zur Neubewertung der Hypotheken bei Valiant zeigten, dass die Nettozinserträge trotz Nullzinsumfeld weiter steigen könnten. Daher steigt das Kursziel auf 168 von 155 Franken. Der neue Zielwert reicht allerdings nicht über den aktuellen Stand der Aktie hinaus.

Für Anleger bedeutet die Einschätzung durch die UBS letztlich: Die Valiant-Aktie wird mittelfristig kaum noch aufgrund der Kursperformance, sondern lediglich aufgrund der Dividende Erträge abwerfen. Die Dividendenrendite von 3,56 Prozent ist gerade angesichts des starken Kursanstiegs der letzten Monate attraktiv. 

Die UBS lässt jedoch Türen offen. Impulse könnten zum einen von höheren Hedging-Erträgen und besseren Hypothekenmargen kommen. Zum anderen hebt der Experte seine Prognosen für den Gewinn je Aktie in den Jahren 2026 bis 2028 um 3, 8 beziehungsweise 13 Prozent. Schwierig bleibe jedoch die Eigenkapitalrendite von deutlich über 7 Prozent.

(cash)