Zu diesem Zweck habe ThomasLloyd einen Zusammenschluss mit dem bereits in den USA notierten Übernahmevehikel Roman DBDR Acquisition Corp. II vereinbart, wie die in Zürich und London domizilierte Firma am Freitag mitteilte. Nach dem Vollzug des Zusammenschlusses mit der Special Purpose Acquisition Company (SPAC) in der zweiten Jahreshälfte 2026 sei eine Notierung an der US-Technologiebörse Nasdaq geplant.
Im Rahmen der Transaktion wolle die Firma brutto 240 Millionen Dollar aufnehmen. Insgesamt könnte die «Thomas Lloyd Climate Solutions Holdings» genannte zukünftige Gesellschaft dann auf einen Wert von 1,5 Milliarden Dollar kommen.
ThomasLloyd hat eigenen Angaben zufolge in den vergangenen 20 Jahren Projekte in den Bereichen erneuerbare Energieerzeugung, nachhaltige Kraftstoffe, Wasserreinigung und Klimafinanzierung für Kunden aus dem öffentlichen und privaten Sektor in über 50 Ländern umgesetzt, vor allem in Nordamerika und in Asien. Die Gesellschaft habe weitere gut 40 Projekte in der Pipeline.
Ein Wachstumstreiber sei dabei der Energiehunger von Rechenzentren für künstliche Intelligenz (KI). Die Lösungen von ThomasLloyd stellten nachhaltige Energie schneller und günstiger zur Verfügung als traditionelle Alternativen. ThomasLloyd-Chef Michael Sieg sprach von einem grundlegenden Wandel beim Beweggrund zum Einsatz von nachhaltiger Energieinfrastruktur. «Was als Klimaproblem begann, hat sich zu einer dringenden wirtschaftlichen und nationalen Sicherheitsfrage entwickelt, insbesondere da KI und Rechenzentren die Energienachfragemuster neu gestalten.»
Der Deal wird von Cohen & Company organisiert, die auch am geplanten SPAC-Börsengang des Energieinfrastruktur-Entwicklers Hecate Energy beteiligt ist. Hintergrund ist die von künstlicher Intelligenz getriebene steigende Stromnachfrage von Rechenzentren. D
er US-Energieinformationsbehörde EIA zufolge dürfte der Stromverbrauch in den USA in diesem Jahr um ein Prozent und 2027 um drei Prozent zunehmen. Transaktionen über SPAC-Mantelgesellschaften haben nach Jahren der Zurückhaltung in den letzten gut zwölf Monaten an der Wall Street ein Comeback erlebt und sich teilweise gegen traditionelle Börsengänge durchgesetzt.
(Reuters)

