Die Schweizer Exporte stiegen im April 2026 saisonbereinigt zum Vormonat nominal nur leicht um 0,1 Prozent auf 22,27 Milliarden Franken, wie das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) am Dienstag mitteilte. Real - also um Preisveränderungen bereinigt - resultierte im April ein Plus von 3,0 Prozent.

Damit wurde der negative Trend der letzten Monate zunächst gebremst. Im ersten Quartal waren die Ausfuhren auf den tiefsten Wert seit dem dritten Quartal 2021 gesunken.

Bei den Exporten hätten sieben der zehn Sparten im April ein Plus verzeichnet, allen voran Maschinen, Elektronik und Apparate (+5,5 Prozent). Es bremsten aber die chemisch-pharmazeutischen Erzeugnisse - sie fielen mit 11,1 Milliarden Franken wieder auf den Stand des Februars zurück.

Aus regionaler Sicht habe sich ein gemischtes Bild gezeigt. Während die Exporte nach Europa um 11,6 Prozent zurückgingen, stiegen sie in die anderen grossen Wirtschaftsräume Nordamerika (+16,2 Prozent) und Asien (+9,8 Prozent) an.

Importe sinken

Die gesamten Importe gaben derweil im Berichtsmonat nach dem kräftigen Wachstum im März nun um 3,0 Prozent auf 19,05 Milliarden Franken nach (real +4,1 Prozent). Der Rückgang der Importe sei ebenfalls fast ausschliesslich von der Sparte Chemie-Pharma (-16,2 Prozent) gekommen, erklärt das BAZG weiter.

Diese habe den Handel also in beiden Verkehrsrichtungen belastet. Derweil verzeichneten die Einfuhren von Bijouterie und Juwelierwaren ein kräftiges Plus (+50,4 Prozent) und auch die Bezüge von Energieträgern (+15,0 Prozent) oder Fahrzeugen (+5,7 Prozent) stiegen an.

Der Überschuss in der Handelsbilanz betrug 3,22 Milliarden.

(AWP)