Der Franken stieg im Verlauf des Dienstagnachmittags bis auf ein Niveau von 0,9167 gegen den Euro. Das ist ein Rekord, klammert man die chaotischen Kursausschläge vom 15. Januar 2015 nach der Aufhebung der Kursuntergrenze aus.

Auch gegen den Dollar legt der Franken zu, die Schweizer Währung stieg dabei bis auf 0,7660. Der Euro erreichte mit 1,1928 Dollar zugleich den höchsten Stand zur US-Währung seit Juni 2021.

Schon am Montag hatte der als «sicherer Hafen» geehene Franken sowohl gegenüber dem US-Dollar als auch gegenüber dem Euro neue Höchststände erreicht. Möglich ist, dass die Schweizerische Nationalbank die Kursniveaus zum Anlass nimmt, am Devisenmarkt zu intervenieren und den Franken abzuschwächen, indem sie Fremdwährungen kauft.

Dennoch seien bislang keine Interventionen der Nationalbank auszumachen, hiess es in einem Kommentar der Bank Valiant. Dies passe zu den Signalen, wonach ihr weniger das absolute Kursniveau als vielmehr starke Schwankungen Sorgen bereiten würden. «Der aktuelle Druck geht jedoch stärker vom Dollar aus, wo die Volatilität höher ist und rasch für Entspannung sorgen könnte - auch beim Euro.»

(cash/AWP)