Die Valoren des Technologieunternehmens VAT steigen am Donnerstagvormittag zeitweise um 1,24 Prozent auf 555,80 Franken. Genauer gesagt: Sie steigen weiter, und zwar auf ein neues Allzeithoch. Seit dem letzten Kurstief - 261,40 Franken Ende August 2025 - haben sie sich mehr als verdoppelt.
Der zuständige Analyst von JPMorgan traut den Valoren noch mehr zu. Er stuft sie weiterhin mit «Overweight» ein und hat das Kursziel auf 620 von 408 Franken angehoben. Das ist das höchste Preisziel aller im AWP-Analyser erfassten Experten-Prognosen und impliziert ein 13-prozentiges Aufwärtspotenzial gegenüber dem Schlusskurs vom Mittwoch.
VAT zählt denn auch weiterhin zu den Top-Picks von JPMorgan. Als Zulieferer der Halbleiterausrüstungsindustrie dürfte der Vakuumventilhersteller 2026 und möglicherweise auch 2027 stärker wachsen als der Gesamtmarkt für Wafer-Fertigungsanlagen (WFE), schreibt der zuständige Analyst. Nachdem der Grosskunde Lam Research für 2026 ein Marktwachstum von rund 23 Prozent in Aussicht gestellt habe, sieht der Experte keinen Grund, weshalb VAT hinter dieser Dynamik zurückbleiben sollte. Entsprechend hebt der Analyst seine EBITDA-Schätzungen für die Jahre 2026 bis 2028 deutlich an und liegt damit klar über dem Konsens.
Eine andere Kurszielerhöhung gab es bereits am Mittwoch. Morgan Stanley ging auf 525 von 400 Franken. Trotz verbesserter Perspektiven sieht der Experte jedoch bei vergleichbarem Wachstum attraktivere Titel im Sektor und hält daher an der neutralen Einstufung fest.
Der Analyst hat seine Gewinnschätzungen für 2026 und 2027 im mittleren zweistelligen Prozentbereich nach oben gezogen und legt seiner Bewertung nun einen höheren Gewinnmultiplikator zugrunde. Zur anstehenden Jahreszahlenpräsentation 2025 erwartet er einen optimistischen Ausblick auf 2026 mit einem starken Start ins erste Quartal.
Zu einer konträren Einschätzung ist die US-Investmentbank Jefferies vor einigen Tagen gelangt: Das Ausbleiben eines neuen Investitionszyklus dürfte das Wachstum bei VAT insgesamt aber bremsen. Auch die Zahlen zum vierten Quartal dürften der Aktie nach Ansicht der Jefferies-Experten keinen neuen Schwung verleihen - es sei denn, der Umsatzausblick für 2026 liege deutlich über den aktuellen Konsenserwartungen, wie es hiess. Dies halten die Analysten allerdings für unwahrscheinlich. Ihr Kursziel für VAT liegt bei 395 (zuvor: 325 Franken), das Rating lautet «Underperform».
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