Laut der am Donnerstag veröffentlichten Hypothekarmarkt-Studie 2025 von MoneyPark und Helvetia wuchs der Markt für Hypotheken 2025 um 3,1 Prozent respektive 39 Milliarden Franken. Damit wurde erstmals die Marke von 1,3 Billionen Franken übertroffen.

Das Wachstum lag damit leicht über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre von 3,0 Prozent. 2024 war der Markt um 2,6 und 2023 um 2,4 Prozent gewachsen. Gemäss der Studie hat neben den tiefen Zinsen und den steigenden Immobilienpreisen auch der liquide Eigenheimmarkt massgeblich zur Entwicklung beigetragen.

Raiffeisenbanken verkürzen Abstand zur UBS

Wie schon in den Vorjahren absorbierten Kantonal- und Raiffeisenbanken drei Viertel des Nettowachstums. Konkret waren es 29 Milliarden Franken. Dabei wuchsen sowohl die Raiffeisenbanken (+4,6 Prozent) wie auch die Kantonalbanken (+3,9 Prozent) überdurchschnittlich.

Die Raiffeisenbanken verkürzten damit ihren Abstand zur Marktführerin UBS, die nach klaren Rückgängen in den Vorjahren das Volumen zumindest halten konnte (+0,1 Prozent). Der Abstand beträgt nun nur noch 52 Milliarden Franken.

Hinter den dominierenden Banken gab es eine Verschiebung. So überholten die Pensionskassen die Versicherungen knapp als zweitgrösste Anbieter von Hypotheken. Insgesamt halten sie mit einem Anteil von 2 beziehungsweise 3 Prozent aber nur einen geringen Anteil am gesamten Schweizer Hypothekarmarkt.

Margen stehen unter Druck

Die höheren Hypothekarvolumen schlugen sich für die Anbieter jedoch nicht unmittelbar in der Profitabilität nieder. So ging die Nettozinsmarge im Jahresvergleich um 10 Basispunkte auf 1,16 Prozent zurück. Im Vergleich zum Spitzenjahr 2023 betrug das Minus gar 24 Basispunkte.

«Das Volumen-Comeback im Hypothekarmarkt ist damit kein Ertrags-Comeback», heisst es weiter. Der Margenschub aus der Zeit der Zinswende vor zwei Jahren werde allmählich abgebaut. Auch tiefere Refinanzierungskosten konnten dem Trend nur leicht entgegenwirken. Auch in Zukunft sehen die Studienautoren die Margen unter Druck.

Für 2026 zeichnet sich auf Grundlage des ersten Quartals und der anhaltend tiefen Zinsen ein vergleichbares Marktwachstum wie im Vorjahr ab. Die wieder steigende Zahl an Immobilientransaktionen wie auch die gestiegenen Immobilienpreise dürften den Hypothekarmarkt zusätzlich stützen.

(AWP)