Begünstigt durch das anhaltende Tiefzinsumfeld zeigten sowohl Wohn- als auch Anlageimmobilien eine Aufwärtstendenz.
Das Volumen der neu vergebenen Hypotheken stieg gegenüber dem Vorquartal insgesamt um 11,9 Prozent auf 23,62 Milliarden Franken, wie der Hypothekarvermittler Resolve am Montag mitteilte. Die Zahl der Transaktionen nahm um 9,4 Prozent auf 24'526 zu.
Die Belebung sei vor allem auf das weiterhin günstige Zinsumfeld zum Jahresende zurückzuführen, erklärte Resolve. Trotz eines nach wie vor begrenzten Wohnungsangebots blieben die Fundamentaldaten des Schweizer Hypothekarmarktes solide.
Leicht höhere Preise
Im Segment der Wohnimmobilien erhöhte sich das Volumen der neu vergebenen Hypotheken leicht auf 11,07 Milliarden Franken. Das selbstgenutzte Wohneigentum habe dabei erneut seine zentrale Rolle und Widerstandsfähigkeit bestätigt, heisst es.
Begleitet wurde die steigende Aktivität von moderat höheren Preisen. Der Medianpreis für Wohnimmobilien legte im Quartalsvergleich um 1,5 Prozent auf 996'800 Franken zu. Gleichzeitig stieg der durchschnittliche Hypothekarbetrag um 3,5 Prozent auf 590'000 Franken, was laut Studie auf eine stärkere Nachfrage im höherpreisigen Segment hindeutet.
Noch ausgeprägter war die Dynamik bei Anlageimmobilien. Hier zog das Volumen der Neukredite im Schlussquartal um 21,3 Prozent auf 12,55 Milliarden Franken an. Diese Entwicklung deute auf eine schrittweise Rückkehr der Risikobereitschaft der Kreditgeber nach mehreren zurückhaltenden Quartalen hin.
Weiterhin tiefe Zinsen erwartet
Regional blieben die Unterschiede deutlich. In den Zentren Zürich und Genf herrschte mit Leerstandsquoten von 0,48 beziehungsweise 0,34 Prozent weiterhin ein angespanntes Marktumfeld, während in Randregionen teilweise entspanntere Bedingungen zu beobachten waren.
Für das Jahr 2026 rechnet Resolve bei verhaltener Inflation mit einer Fortsetzung der Nullzinspolitik der Schweizerischen Nationalbank. Gleichzeitig könnten die Festhypothekarzinsen unter dem Einfluss internationaler Märkte leicht um rund 0,15 bis 0,30 Prozent ansteigen. Dies würde auf ein allmähliches Ende der Phase allgemein sinkender Zinsen hindeuten.
(AWP)

