Gemäss Daten des Bundesamtes für Gesundheit lagen sie 2024 bei rund 9,2 Milliarden Franken. 2014 waren es noch 5,8 Milliarden Franken gewesen.
Die Kosten der von den Kassen bezahlten Medikamente seien um 15 Prozent stärker gewachsen als der Durchschnitt der anderen Leistungen, schrieb das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag. Neben Verbesserungen beim Zugang zu lebenswichtigen Arzneimitteln und bei der Versorgung brauche es deshalb kostendämpfende Massnahmen.
Die gesamten Gesundheitskosten in der Schweiz lagen 2023 laut dem Bundesamt für Statistik bei rund 94 Milliarden Franken. Über 60 Prozent davon bezahlten die Privathaushalte, direkt für Leistungen und in Form von Krankenkassenprämien. Der Rest wurde von den Kantonen getragen.
Einen Höchststand vermeldet das BAG für 2025 bei den Anpassungen der Spezialitätenliste. Deren 202 wurden vorgenommen. Darunter waren 39 neue Arzneimittel und 52 neue Indikationen. Auf der Spezialitätenliste aufgeführt sind Arzneimittel, die die Grundversicherung vergütet.
Für die Verbesserung der Versorgung wurden die Preise von 14 Medikamenten erhöht und in 120 weiteren Fällen auf die Senkung von Preisen verzichtet.
Die Schweiz stehe bei der Regelung der Vergütung für neu zugelassene Medikamente im Vergleich sehr gut da, schrieb das BAG mit Verweis auf internationale Studien. Noch Luft nach oben besteht aber beim sogenannten Early-Access-Verfahren. Dieses ermöglicht zusammen mit der Zulassung auch schon den Vergütungsentscheid.
(AWP)

