Die Valoren von VAT fallen am Dienstagmorgen um 1 Prozent auf 434,30 Franken, in der Spitze sogar um 2,6 Prozent auf 427,30 Franken zurück. Zuvor zählten sie zu den am stärksten gefragten Titeln des soeben angebrochenen Jahres. Anleger verbuchten ein 13-prozentiges Kursplus und konnten den höchsten Stand der Aktie seit Sommer 2024 vermerken.
Ursache für den aktuellen Preisverfall ist eine Herabstufung auf «Underperform» von «Hold» bei unverändertem Kursziel von 325 Franken durch die US-Investmentbank Jefferies. Der Auftragsbestand des Vakuumventil-Herstellers werde bis Ende 2025 gegenüber dem Vorjahr um rund 29 Prozent sinken, schreibt der zuständige Analyst. Trotz steigender NAND-Preise blieben die grossen Flash-Speicher-Hersteller bei Kapazitätsausweitungen zurückhaltend und investierten vor allem in höhere Schichtzahlen statt in zusätzliche Wafer-Kapazität.
Auch höhere DRAM-Investitionen dürften daher in den kommenden Quartalen keinen nennenswerten Auftragsschub bringen, so der Experte weiter. Für 2026 erwartet er einen Umsatzrückgang von 3 Prozent. Damit liegt seine Schätzung für den Gewinn je Aktie 28 Prozent unter dem Konsens. Er geht davon aus, dass die Konsenserwartungen 2026 für Umsatz und Gewinn im Laufe des Jahres wahrscheinlich deutlich nach unten korrigiert werden.
Die Jefferies-Analyse kontrastiert mit den anderen Einschätzungen, die in den ersten Tagen des neuen Jahres eingetroffen sind. Total gab es vier Kurszielerhöhungen. Besonders markant: Die Bank of America (BoA) hielt an der Kaufempfehlung fest und zog die Marke auf 506 von 385 Franken hoch. Das neue Preisziel kommt dem Allzeithoch von 528 Franken nahe.
Der BoA-Experte begründete das Aufwärtspotenzial mit Markanteilsgewinnen sowie der Aussicht auf eine anziehende Halbleiterproduktion, die zu einer höheren Nachfrage führen werde. VAT werde seines Erachtens dank seiner Marktführerschaft und starken Positionierung in den WFE-Technologien weiterhin mit einem Bewertungsaufschlag gegenüber seinen Mitbewerbern gehandelt. Risiken sah der Spezialist insbesondere in einem stärkeren Wettbewerbsdruck.
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