Die Schweizer Uhrenexporte stiegen im Februar gegenüber dem Vorjahr um 9,2 Prozent auf 2,17 Milliarden Franken, wie der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH) am Donnerstag mitteilte. Im Monat Januar entwickelten sich die Ausfuhren mit 3,6 Prozent noch rückläufig.

Damit seien die Uhrenexporte nach dem schwachen Jahresstart zu Wachstum zurückgekehrt, hielt der Verband fest. Zwar sei das Ergebnis zum Teil dank der tiefen Vorjahresbasis möglich gewesen, doch hätten sich auch wichtige Märkte sehr gut entwickelt.

Starke Nachfrage in Frankreich

Allen voran kehrte der wichtigste Markt für Schweizer Uhren, die USA, zu Wachstum zurück. In die Vereinigten Staaten wurden im Februar Uhren im Wert von 431,5 Millionen Franken exportiert. Das ist verglichen mit der entsprechenden Vorjahresperiode ein Plus von knapp 27 Prozent. Im Zuge der Zollwirren sind im US-Geschäft Monat für Monat grosse Schwankungen zu beobachten. So waren die US-Exporte im Januar um 14 Prozent gesunken.

Auf dem Vormarsch waren die Schweizer Uhrenhersteller auch in Japan (+27 Prozent) und Frankreich (+57 Prozent), die in der Februar-Statistik gemessen am Volumen neu die Plätze zwei und drei belegten. Frankreich weise bereits den dritten Monat in Folge starkes Wachstum auf, hiess es. Gründe dafür seien die gestiegene lokale Nachfrage sowie der Transit von Uhren via Frankreich in andere Länder.

Verhalten blieb die Nachfrage nach Schweizer Uhren derweil im früher grössten Absatzmarkt China. Dort fielen die Uhrenexporte nach einem guten Jahresauftakt im Februar um 11 Prozent zurück, während auch Hongkong (-5,2 Prozent) einen Rückgang aufwies. China fiel in der Statistik aus den Top 5.

Im Nahen Osten waren derweil vor Beginn des Iran-Kriegs grösstenteils positive Tendenzen auszumachen. Die Uhrenexporte in die Vereinigten Arabischen Emirate legten im Februar noch um 6,1 Prozent zu und der kleinere Exportmarkt Katar verbuchte ein Plus von 3,9 Prozent.

(AWP)