Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,1 hat am Dienstag die ‌südjapanische ⁠Insel Kyushu erschüttert. Die Behörden gaben eine ⁠Tsunami-Warnung für eine bis zu einen Meter hohe ‌Welle für die Präfektur Kumamoto ‌und angrenzende Regionen ​heraus. In rund 40.000 Haushalten fiel der Strom aus. Der Bahnbetreiber JR Kyushu stellte den gesamten Zugverkehr ein, darunter auch die ‌Hochgeschwindigkeitsverbindungen.

In der betroffenen Region betreiben wichtige Technologiekonzerne wie Sony und der weltgrösste Chip-Auftragsfertiger TSMC grosse Werke. ​Ein Sony-Sprecher sagte, man prüfe die ​Lage in den ​Fabriken. Von TSMC lag zunächst keine Stellungnahme vor. Die ‌japanische Atomaufsichtsbehörde teilte mit, es seien keine Unregelmässigkeiten bei den Kernkraftwerken in der Region gemeldet ​worden.

Japan ​ist eines der ⁠erdbebengefährdetsten Länder der Welt und ​liegt auf dem ⁠sogenannten Pazifischen Feuerring. Die Präfektur Kumamoto war ‌bereits vor zehn Jahren von einem verheerenden Beben heimgesucht worden.

(Reuters)