In seiner Rede zum Tag Russlands bei einer Zeremonie im Kreml äussert sich Putin allerdings nicht direkt zu den jüngsten Entwicklungen im Krieg in der Ukraine, wo die ukrainischen Streitkräfte eine lang erwartete Gegenoffensive gestartet und in den vergangenen Tagen mehrere Ortschaften in der östlichen Region Donezk zurückerobert haben.

Am 12. Juni 1991 hatte das russische Parlament formell die Souveränität Russlands von der zerfallenden Sowjetunion erklärt. "Dieser Feiertag steht für die Untrennbarkeit unserer jahrhundertealten Geschichte, für die Grösse und den Ruhm des Vaterlandes", sagte Putin vor Würdenträgern am Montag. "In einer für Russland schwierigen Zeit", vereinten Gefühle von Patriotismus und Stolz die Gesellschaft noch stärker, und sie dienten als zuverlässige Unterstützung für die russischen Helden, die an der speziellen Militäroperation teilnähmen.

Russland hat derweil nach eigenen Angaben ukrainische Angriffe in den Regionen Donezk und Saporischschja zurückgeschlagen. Zudem hätten die Streitkräfte mit Präzisionswaffen mit großer Reichweite, die von der Marine im Schwarzen Meer aus abgefeuert worden seien, Nachschublager der ukrainischen Armee beschossen, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Zuvor hatte die Ukraine erste kleinere Erfolge ihrer seit langem erwarteten Gegenoffensive gemeldet.

(Reuters)