Sensirion hat im Geschäftsjahr 2025 den Umsatz deutlich gesteigert und die Ergebnisse klar verbessert. Der Sensorenhersteller übertraf dabei auch die Erwartungen der Analysten. Das Wachstum war stark von der Einführung neuer Produkte wie den A2L-Gaslecksensoren geprägt. 2026 strebt Sensirion weiteres Wachstum an.
Im vergangenen Jahr kletterte der Umsatz um 24 Prozent auf 342,4 Millionen Franken, wie Sensirion am Dienstag mitteilte. In Lokalwährungen lag das Plus bei 29 Prozent. Damit hat sich das starke und von Marktlancierungen geprägte Wachstum aus dem ersten Halbjahr (+46 Prozent in LW) wie erwartet abgeschwächt. Das Unternehmen sei dennoch in einem von geopolitischen Unsicherheiten, Zöllen und der Aufwertung des Frankens belasteten Umfeld kräftig gewachsen.
Den Betriebsgewinn EBITDA hat Sensirion zu dem um Wertberichtigungen bereinigten Vorjahreswert auf 63,5 Millionen Franken verdoppelt. Die bereinigte operative Marge kletterte um 8,0 Prozentpunkte auf 18,5 Prozent. Nebst der höheren Kapazitätsauslastung hätten auch Produktivitätsverbesserungen die Marge in die Höhe getrieben, heisst es.
Unter dem Strich verblieb ein Gewinn von 20,1 Millionen Franken nach einem Verlust von 28,9 Millionen. Ein negatives Finanzergebnis und der Verlust aus der Beteiligung am Start-up Lumiphase sowie die Frankenstärke hätten einen höheren Gewinn verhindert, heisst es. 2024 war die Rechnung durch Einmalkosten (33,4 Mio) im Zusammenhang mit der Aufgabe des Bereichs Zustandsüberwachung von Industriemaschinen in Berlin belastet gewesen.
Mit den Zahlen hat Sensirion - bis auf den Gewinn - die Vorgaben der Analysten übertroffen. Diese hatten im Durchschnitt einen Umsatz von 337 Millionen Franken, einen bereinigten EBITDA von 57,9 Millionen und einen Reingewinn von 23,7 Millionen erwartet. Sensirion selber gab einen Umsatz im Bereich von 320 und 340 Millionen und eine operative Marge im mittleren bis hohen Zehnerbereich vor.
Erfolg mit Gaslecksensoren
Ein Wachstumssprung gelang der Gruppe mit Industriekunden. In diesem Segment kletterte der Umsatz in Lokalwährungen um 48 Prozent, dank der am US-Markt eingeführten A2L-Leckagesensoren, die in Klimaanlagen zum Einsatz kommen. Mit diesen Sensoren stieg Sensirion auf Anhieb zum Weltmarktführer auf, wobei nach dem starken Frontloading für das zweite Halbjahr leicht niedrigere Abrufe in Aussicht gestellt wurden.
Starkes Wachstum verbuchte die Gruppe auch mit Anwendungen in der Medizinaltechnik (+14 Prozent in LW) und in dem etwas kleineren Consumermarkt (+50 Prozent). Demgegenüber wuchs das Geschäft im Automobilmarkt (+2,1 Prozent) nur leicht, gebremst von der Schwäche in Europas Automobilindustrie.
Weiteres Wachstum angestrebt
2026 will Sensirion weiter zulegen. Der Umsatz soll in den Bereich von 335 bis 360 Millionen Franken steigen, was um Währungseinflüsse bereinigt einem Wachstum zwischen 5 und 12 Prozent gleichkommt. Im A2L-Geschäft geht das Unternehmen dabei von einem weitgehend stabilen Umsatzbeitrag aus, allerdings mit geringerer Saisonalität, da die Frontloading-Effekte entfallen.
Was die Rentabilität betrifft erwartet Sensirion ein ähnliches Niveau wie 2025 und die EBITDA-Marge soll im mittleren bis hohen Zehnerbereich verbleiben. Diesen Bereich strebt die Gruppe auch in der mittleren Frist an. Im Detail will Sensirion am Investorentag vom 14. April auf die Prognosen und Wachstumsfelder eingehen. Potenzial wird bei den A3-Leckagesensoren gesehen, die in Europa und Asien kurz vor der Markteinführung stehen.
(AWP)

