Nach einem knapp 1-prozentigen Kurszuwachs schlossen die Aktien des Privatmarktspezialisten Partners Group am Dienstag bei 635,60 Franken. Damit waren sie den vierten Handelstag in Folge gestiegen und hatten so den höchsten Stand seit Mitte September erreicht.

Das Sechs-Wochen-Hoch ändern jedoch nichts am allgemein tiefen Niveau der Partners-Group-Valoren. Sie bewegen sich mehr als 1000 Franken unter dem Allzeithoch, das sie im Herbst 2021 bei 1667 Franken erreicht hatten. Auch zum letzten Zwischenhoch - 1420 Franken im Februar 2025 - ist der Abstand beträchtlich. 

Analysten halten die momentane Notierung allerdings für übertrieben tief. Sie preise zu viel Negativität ein, sagte Daniel Regli, Analyst der Zürcher Kantonalbank (ZKB), vor wenigen Tagen im cash-Interview. «Es gibt zwar bestimmte Gegenwinde. Dennoch: Die Performance-Gebühren sollten sich ab nächstem Jahr wieder normalisieren, und damit sollte die Dividende mindestens stabil bleiben oder steigen. Partners Group dürfte über die nächsten Jahre hinweg im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich wachsen.» Sollte sich die Lage um die Evergreenfonds normalisieren, sei sogar zweistelliges Wachstum realistisch, so Regli.

Der ZKB-Analyst stuft Partners Group mit «Übergewichten» ein und beziffert den fairen Wert der Aktie mit 900 Franken. Auch andere Experten trauen den Titeln des Privatmarktspezialisten mehr zu, als diese auf dem Kurstableau derzeit aufweisen. Das durchschnittliche Kursziel der von der Nachrichtenagentur AWP erfassten Analysten liegt bei 839,00 Franken - 32 Prozent über dem Schlusskurs vom Dienstag. Sieben Experten empfehlen die Aktie zum Kauf. Acht sind für Halten. Verkaufsempfehlungen gibt es nicht.

Abgelesen an diesen Einschätzungen kann der Aufwärtstrend der Partners-Group-Valoren mittelfristig durchaus anhalten. Kurzfristig gesehen, wird sich nach der Börseneröffnung am Mittwoch zeigen, bb sich die Aufwärtstendenz der vergangenen Tage fortsetzt.

Reto Zanettin
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