Die Transaktion umfasse Anlagen in Italien, den Niederlanden, Spanien und Grossbritannien, teilte Shell am Montag mit. Einen Kaufpreis nannte das Unternehmen nicht. Der Abschluss werde bis Ende 2026 erwartet. Das Paket beinhaltet TotalEnergies zufolge rund 500 Megawatt an in Betrieb oder im Bau befindlichen Solar- und Windkraftanlagen sowie eine Projektpipeline von 3,5 Gigawatt. Gleichzeitig kündigte TotalEnergies an, einen Anteil von 50 Prozent an einem weiteren europäischen Erneuerbaren-Portfolio mit einer Kapazität von 1,2 Gigawatt an den Finanzinvestor KKR zu veräussern. Dieses Portfolio werde mit 1,8 Milliarden Euro bewertet.
Die Verkäufe spiegeln die unterschiedlichen Strategien der beiden Konzerne wider: Shell-Chef Wael Sawan fährt seit seinem Amtsantritt vor drei Jahren die Investitionen in erneuerbare Energien zurück, um sich stärker auf das klassische Fördergeschäft sowie den Handel zu konzentrieren. TotalEnergies erklärte seinerseits, die Transaktionen stünden im Einklang mit der Strategie, Kapazitäten in wichtigen Märkten aufzubauen und gleichzeitig bis zur Hälfte der eigenen Erneuerbaren-Bestände mit Gewinn zu veräussern. Der französische Konzern kommt in Europa bei erneuerbaren Energien auf eine installierte oder im Bau befindliche Kapazität von fast zehn Gigawatt.
(Reuters)

