Die Aktie des Baustoffherstellers Sika verliert am Donnerstag 5 Prozent auf 128,50 Franken. Damit ist Sika die mit Abstand schlechteste Aktie im Swiss Market Index, der 1,5 Prozent nachgibt. Die Sika-Aktie hat damit den tiefsten Stand seit Februar 2019 erreicht.

Schon lange vor dem Ausbruch des Iran-Krieges hatte Sika Wachstumsprobleme. Vor allem der Markt in China und die schwache Entwicklung in Europa drückten auf die operative Entwicklung. Der Reingewinn sank 2025 um 16 Prozent auf 1,05 Milliarden Franken.

Der Beginn des Iran-Krieges hat die Probleme nun akzentuiert. In den Fokus rücken nun: Gestiegene Energiepreise, der Stopp bei den Zinssenkungen und die schlechteren Aussichten an der Konjunkturfront.

Sika hatte im letzten Jahr reagiert und ein Effizienzprogramm gestartet. Weltweit werden bis zu 1500 Arbeitsplätze abgebaut, ein grosser Teil davon in China. Es sollen bis 2028 jährliche Einsparungen von 150 bis 200 Millionen Franken eingespielt werden.

Sika-Chef Thomas Hasler meinte noch anlässlich der Jahreszahlen Ende Februar, dass die Talsohle wohl erreicht sei. «Wir dürften am Tiefpunkt sein. Wir sehen die Chancen auf einen Aufschwung im zweiten Halbjahr 2026.» Die Reaktion an der Börse dieser Tage zeigt offenbar, dass Investoren an dieser Geschichte und vor dem Hintergrund des Iran-Krieges zweifeln könnten.

Etwas abgeschwächter leiden indes auch viele andere Bauwerte an der Börse: Die Aktie von Holcim etwa ist auf den tiefsten Stand seit Anfang Juli gefallen, und die Aktie des Sektor-Mitbewerbers Saint-Gobain aus Frankreich hat seit Ausbruch des Iran-Krieges rund 20 Prozent eingebüsst.

(cash)