Gegen 09.25 Uhr legen die Siegfried-Aktien an der leicht festeren Schweizer Börse um 10 Prozent auf 97,40 Franken zu. Damit geht es weiter steil nach oben: seit Jahresbeginn rückten die Titel zu aktuellen Kursen um 30 Prozent vor - dies nachdem die Papiere 2025 rund einen Viertel an Wert verloren hatten.
Die von SK Capital Partners zugekauften Standorte für die Produktion von Small Molecules in den US-Bundesstaaten Delaware und Georgia sowie im australischen Tasmanien passen laut Vontobel-Analystin Sibylle Bischofberger gut zu Siegfried. Vor allem in den USA habe die Gruppe so dringend benötigte Produktionskapazitäten erworben.
Seit Jahren hätten die Investoren auf einen weiteren, grösseren Deal gewartet, hält Daniel Jelovcan von der ZKB fest. Zuletzt hatte das Unternehmen im Jahr 2020 von Novartis in Spanien Anlagen übernommen. Die nun erworbenen Fabriken seien eine sehr gute Ergänzung zum bestehenden Drug-Substance-Netz, ist der ZKB-Analyst überzeugt.
Die Transaktion sei vor allem wegen der strategischen Bedeutung von Pharmawirkstoff-Produktionen in den USA sehr sinnvoll, so Jelovcan weiter. Während die Firma zum Deal keine finanziellen Details bekanntgemacht hat, geht er davon aus, dass Siegfried damit zusätzliche Umsätze von rund 150 Millionen Franken erschliessen kann.
Die ZKB hat die Siegfried-Aktie mit «Übergewichten» eingestuft und die Bank Vontobel empfiehlt die Titel ebenfalls zum Kauf. Das Geschäftsmodell von Siegfried sei attraktiv, biete dynamisches Wachstum und steigende Rentabilität, heisst es bei Vontobel. Zudem sei die Firma im US-Geschäft kaum von sinkenden Arzneimittelpreisen oder Zöllen betroffen.
(AWP)

