Der Technologiekonzern Siemens Energy lotet einem Magazinbericht zufolge eine Abspaltung des ⁠Geschäftsbereichs Transformation of Industry aus. Das «Manager Magazin» berichtete am Donnerstag unter Berufung auf ein internes ‌Papier, Konzernstrategen seien zu dem Schluss gekommen seien, dass ‌eine Trennung von dem Geschäft ​mit rund 17'000 Mitarbeitern perspektivisch sowohl für die Einheit als auch für die Aktionäre ein Gewinn wäre.

Siemens Energy erklärte dazu, regelmässig sein Portfolio zu überprüfen. «Im Rahmen dieses laufenden Prozesses prüfen wir die optimale langfristige Aufstellung, um ‌den Wachstumskurs unseres Geschäftsbereichs Transformation of Industry zu beschleunigen.» Es gebe hierzu aber keinerlei Entscheidungen.

Die Sparte unterstützt Industrieunternehmen beim Klimaschutz, etwa beim Ausstoss von Kohlendioxid ​und beim Energieverbrauch. Das Angebot umfasst Produkte, Lösungen und Dienstleistungen ​für Kunden etwa aus der Öl-, Gas-, ​Chemie- oder Stahlindustrie. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte der Bereich einen Umsatz von 5,7 Milliarden ‌Euro.

Investoren kritisieren Struktur der Sparte

Das «Manager Magazin» berichtet, Siemens Energy könne den internen Unterlagen zufolge in einem ersten Schritt rund 60 Prozent der Anteile abstossen. Denkbar ​wären ​ein Spin-off oder ein Börsengang. Die ⁠verbleibenden 40 Prozent an der Sparte würde Siemens ​Energy zumindest übergangsweise ⁠selbst behalten.

In der Vergangenheit gab es Kritik am Zuschnitt der ‌Sparte. «Eine Story ist dann gut, wenn der Markt sie auf Anhieb versteht. Aber die Sparte Transformation of Industry bleibt aus Investorensicht ‌leider eine Blackbox», kritisierte Henrik Pontzen von der Fondsgesellschaft ​Union Investment auf der Hauptversammlung Ende Februar. Die Aktie legte zeitweise fünf Prozent zu.

(Reuters)