Siemens ist im zweiten Quartal im operativen Geschäft hinter den Erwartungen zurückgeblieben, hält an seinen Zielen ‌für ⁠das laufende Geschäftsjahr 2025/26 jedoch fest. Der Auftragseingang schnellte von Januar bis ⁠März auf vergleichbarer Basis um 18 Prozent auf 24,1 Milliarden Euro, wie ‌der Münchener Technologiekonzern am Mittwoch mitteilte. Der ‌Umsatz wuchs währungsbereinigt nur um sechs ​Prozent auf 19,8 Milliarden Euro, während Analysten im Schnitt mit 20,1 Milliarden gerechnet hatten. Wegen der Dollar-Schwäche stagnierte der Umsatz in Euro. Das Ergebnis aus dem Industriegeschäft lag mit 2,97 Milliarden ‌Euro acht Prozent unter Vorjahr; weil Siemens im Vorjahr einen Gewinn von rund 300 Millionen Euro aus dem Verkauf einer Sparte ​verbucht hatte. Die Zug-Sparte Mobility und die Medizintechnik-Tochter Siemens Healthineers ​seien durch die US-Zölle belastet ​worden, hiess es in der Mitteilung.

«Wir haben ein erfolgreiches zweites Quartal abgeliefert, trotz ‌des weiterhin sehr anspruchsvollen geopolitischen Umfelds», sagte Vorstandschef Roland Busch. «Digital Industries und Smart Infrastructure zeigten eine insgesamt beeindruckende Leistung – ein klarer Beleg für ​unseren ​profitablen Wachstumskurs.» Künstliche Intelligenz sei ⁠der Wachstumstreiber für das Hardware-, Software- und ​Dienstleistungsgeschäft. Für 2025/26 (per Ende ⁠September) rechnet Siemens weiter mit einem Umsatzwachstum auf vergleichbarer Basis ‌von sechs bis acht Prozent. Mehr Wachstum in der Automatisierungs-Sparte DI und der Gebäudetechnik-Sparte SI sollen dabei gebremste ‌Zuwächse bei den Zügen wettmachen. Das Ergebnis je ​Aktie soll wie geplant 10,70 bis 11,10 Euro erreichen.

(Reuters)