Das Wiener Luxushotel Andaz sei für rund 92 Millionen Euro an die DekaBank-Tochter WestInvest gegangen, wie Verwalterin ​Andrea Fruhstorfer am Montag mitteilte. ‌Es handele sich um ‌das grösste Objekt im österreichischen Portfolio der SDS, das seit Eröffnung des Insolvenzverfahrens verkauft werden konnte.

Den Betrieb des Fünf-Sterne-Hotels am Belvedere sichert künftig die ⁠MHP Hotel AG, die das Haus ab April unter der Marke Hyatt Regency führen will. «Dieser Verkauf ​ist ein wichtiger Erfolg für die Gläubiger», ‌erklärte Fruhstorfer.

Die SDS bündelte ‍Entwicklungsprojekte innerhalb der insolventen Signa-Gruppe des Tiroler Investors Rene ​Benko. Das weit verzweigte Firmengeflecht war Ende 2023 unter einer Schuldenlast von mehreren Milliarden Euro zusammengebrochen. Seitdem versuchen ‌die Insolvenzverwalter, Vermögenswerte zu veräussern, ⁠um die Gläubiger zu bedienen. ‌Benko selbst sitzt seit über einem Jahr in Untersuchungshaft und ‍wurde bereits in zwei Strafprozessen wegen Gläubigerschädigung verurteilt. Die Urteile - zwei Jahre unbedingt ​und 15 Monate bedingt - sind nicht rechtskräftig.

(Reuters)