Und diese Hoffnungen wurden erfüllt: Analysten zeigen sich insbesondere über die kräftige Wachstumsbelebung seit Anfang April erfreut. Nach einem organischen Umsatzrückgang um 0,2 Prozent im ersten Quartal standen im zweiten Jahresviertel plus 5,7 Prozent zu Buche. «Das versüsst mir definitiv den Tag», schreibt der für die Berenberg Bank tätige Patrick Laager.
Laut der für Morgan Stanley tätigen Elodie Rall zeigen die Zahlen, dass Sika frühzeitig auf die Folgen des Nahost-Konflikts reagieren konnte und nicht an Preisgestaltungsmacht eingebüsst habe. Die Situation bei den Herstellkosten bleibe jedoch anspruchsvoll, wie die Margenentwicklung zwischen Anfang April und Ende Juni zeige.
Yannik Ryf von der Zürcher Kantonalbank zeigt sich nicht sonderlich beunruhigt über die leicht tieferen Margenvorgaben für das laufende Jahr. Aufgrund der Kombination aus höheren Wachstumsvorgaben bei gleichzeitig leicht tieferen Margenzielen bestehe bei den Konsensschätzungen kein wesentlicher Anpassungsbedarf, schreibt der Analyst. Auch er hält die Aktien für weiterhin attraktiv bewertet.
Die Titel von Sika haben in den letzten Jahren aufgrund einer Abfolge von Zahlenenttäuschungen eine schmerzhafte Kurs- und Bewertungskorrektur durchfahren. Mit dem aktuellen Kurssprung schütteln sie nun ihre bisher negative Jahresperformance ab.
(AWP)

