2025 sank der Umsatz um 4,8 Prozent auf 11,20 Milliarden Franken, wie Sika am Dienstag mitteilte. Dazu trug vor allem der starke Schweizer Franken bei: Den negativen Währungseffekt beziffert Sika auf 5,4 Prozent. Analysten hatten im Schnitt mit einem etwas höheren Umsatz von 11,29 Milliarden Franken gerechnet.

Die Aktie von Sika sinkt im frühen Handel am Dienstag bis 8 Prozent auf 152 Franken und nähert sich damit neuen Mehrjahrestiefständen.

Akquisitionen steuerten noch 1,0 Prozent zum Wachstum bei, erklärte Sika weiter. Organisch ist das Unternehmen damit im vergangenen Jahr um 0,4 Prozent geschrumpft. Seit dem dritten Quartal 2025 kann Sika nicht mehr aus eigener Kraft wachsen.

Diese Entwicklung hängt stark mit der schwachen Nachfrage in China bzw. dem Asien-Pazifik-Raum zusammen. Das schwache chinesische Baugeschäft ausgeklammert, wäre Sika organisch aber um 1,2 Prozent gewachsen. Auf diese Entwicklung hat Sika mit einem Stellenabbau reagiert.

Marktbedingungen bleiben bis in die erste Hälfte des Jahres 2026 verhalten

Das organische Wachstum schwächte sich im vierten Quartal weiter ab und die gemeldeten Zahlen blieben hinter den Erwartungen zurück, wie der für die UBS tätige Analyst die vorgelegten Zahlen zusammenfasst. Er geht nun davon aus, dass die Konsensprognose für die Gewinnzahlen 2025 um weitere 5 Prozent sinken werden.

Nach Regionen betrachtet bleibt laut Barclays Asien-Pazifik ein Hemmschuh mit einem weiteren Quartal mit zweistelligem Rückgang in China. EMEA habe zwar überraschend gut abgeschnitten, doch die US-Geschäftstätigkeit sei durch den Shutdown beeinträchtigt worden.

Gleichzeitig ist das "CEO-Statement" von Firmenchef Thomas Hasler sehr zurückhaltend ausgefallen. Dieser geht davon aus, dass die globalen Marktbedingungen bis in die erste Hälfte des Jahres 2026 verhalten bleiben. Die UBS sieht daher auch ein Abwärtsrisiko bei den Schätzungen der Analysten für das Geschäftsjahr 2026.

Kosten für Fast Forward drücken Marge

Das Kosten-Programm soll bis 2028 jährliche Einsparungen von 150 bis 200 Millionen Franken einspielen. Davon werden 80 Millionen im Jahr 2026 wirksam. Bereits in 2025 angefallen sind Kosten in der Höhe von 90 Millionen.

Das drückt auch auf die Marge: Für 2025 stellt Sika eine Betriebsgewinn-Marge vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) von «leicht über» 19 Prozent in Aussicht. Zum Vergleich: 2024 wies Sika einen Wert von 19,3 Prozent aus.

Änderungen im Verwaltungsrat

Der frühere CEO Paul Schuler, seit 2021 im Verwaltungsrat, tritt derweil nicht mehr zur Wiederwahl an. Schuler spielte in früheren Jahren eine zentrale Rolle im jahrelangen Übernahmekampf zwischen Sika und dem französischen Baustoffkonzern Saint-Gobain.

Der Generalversammlung im März werden Barbara Frei und Lukas Gähwiler zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen. Gähwiler ist bekannt für seine langjährige Führungsrolle im Schweizer Bankensektor. Er wird im Frühjahr 2026 nach einer rund 45-jährigen Karriere im Bankwesen als Vizepräsident der UBS zurücktreten. Frei war früher Mitglied des Executive Committee von Schneider Electric.

Den vollständigen Jahresabschluss wird Sika am 20. Februar vorlegen. 

(AWP/cash)