Die Schweizerische Nationalbank (SNB) geht vor dem Hintergrund des Konflikts im Nahen Osten für 2026 von einem gedämpften Wachstum der Schweizer Wirtschaft aus.
«Für das nächste Jahr sehen wir dann eine gewisse Erholung», erklärte SNB-Präsident Martin Schlegel am Freitag in einem Interview der «Tagesschau» von SRF. Wegen der höheren Energiepreise sei der Inflationsdruck in der kurzen Frist etwas höher, in der mittleren Frist aber praktisch unverändert.
Schlegel wiederholte zudem, dass die Notenbank bereit sei, gegen eine rasche und übermässige Aufwertung des als sicherer Hafen bekannten Schweizer Frankens vorzugehen. «Die Nationalbank hat eine erhöhte Bereitschaft, im Devisenmarkt zu intervenieren, um die Preisstabilität sicherzustellen», erklärte er in der US-Hauptstadt Washington.
Die SNB hatte ihren Leitzins im März bei null Prozent belassen und ihre Inflationsprognose für das laufende Jahr leicht auf 0,5 Prozent angehoben. Bis 2028 soll die Teuerungsrate der Prognose zufolge im Zielbereich der Notenbank von null bis zwei Prozent bleiben.
(Reuters)

