Knapp 70 Prozent der eingesetzten Wertschriften entfallen auf die beiden Schweizer Pfandbriefinstitute, die Schweizerische Eidgenossenschaft und die Kantone sowie SNB Bills.
Dies erklärten die SNB-Direktorin Petra Tschudin und das stellvertretende Direktoriumsmitglied Thomas Moser laut Redetext am Donnerstag am Geldmarkt-Apéro in Genf. Demnach stammen rund 45 Prozent der eingesetzten Sicherheiten von den beiden Pfandbriefinstituten.
Weitere rund 20 Prozent bestünden aus Anleihen der Eidgenossenschaft und der Kantone, hiess es. Auf Schuldverschreibungen der Nationalbank, sogenannte SNB Bills, entfielen rund 4 Prozent. Der Rest verteile sich auf mehr als 400 weitere Emittenten. Rund 70 Prozent der verwendeten Sicherheiten wiesen ein AAA-Rating auf.
Breiter Sicherheitenkorb der SNB
Der Sicherheitenkorb der SNB umfasst den Angaben zufolge Wertschriften, die sie für ihre Repogeschäfte akzeptiert. Er ist deutlich breiter aufgestellt als die tatsächliche Nutzung am Interbankenmarkt. Per Ende September umfasste er mehr als 3000 Anleihen von rund 200 Emittenten aus über 20 Ländern und sieben Währungen.
Am Interbankenmarkt spielen Frankenanleihen dagegen eine dominante Rolle: Ihr Anteil an den tatsächlich eingesetzten Sicherheiten beträgt rund 90 Prozent. Euro-Anleihen kommen auf rund 5 Prozent.
In den vergangenen fünf Jahren wurden laut Redetext durchschnittlich rund 90 Prozent des Volumens am Schweizer Interbanken-Repomarkt mit Wertschriften aus dem SNB GC Basket besichert. Damit habe sich der Sicherheitenkorb als gemeinsamer Standard für Geschäfte zwischen Banken und mit der Nationalbank etabliert.
Neue Liquiditätsfazilität und digitale Anleihen
Angesichts der zunehmenden Verbreitung von Instant-Zahlungen plant die SNB, im November 2027 eine neue Fazilität zur Unterstützung des Zahlungsverkehrs (FZV) einzuführen. Damit sollen Banken innerhalb festgelegter Limiten rund um die Uhr und an allen Wochentagen Liquidität beziehen können.
Seit 2023 akzeptiert die SNB zudem digitale Anleihen als Sicherheiten, darunter Titel, die über die Distributed-Ledger-Infrastruktur (DLT) der SIX emittiert wurden. Die SNB überprüfe ihre Besicherungspolitik also laufend und passe sie bei Bedarf an veränderte Marktbedingungen und technische Entwicklungen an, hiess es.
(AWP)

