«Wir bewegen ‌uns ⁠weiterhin klar innerhalb der Preisstabilitätsspanne von null bis zwei Prozent», ⁠sagte SNB-Vizepräsident Antoine Martin am Donnerstag auf einer Veranstaltung in Martigny. «Daher sehen ‌wir zum jetzigen Zeitpunkt keinen Bedarf, unsere ‌Geldpolitik zu ändern.» Martin betonte, ​die Inflation in der Schweiz sei niedriger und stabiler als in vielen anderen Ländern.

Die Notenbank beobachte zudem keine weiteren inflationären Effekte, die auf die übrige Wirtschaft übergreifen würden. «Natürlich ‌sind diese Prognosen weiterhin mit erheblichen Unsicherheiten behaftet, insbesondere angesichts der geopolitischen Spannungen im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran, der ​noch nicht beendet ist», fügte er hinzu.

Die ​Schweizer Wirtschaft laufe derzeit aber «sehr ​gut», sagte Martin. Zwar habe der Schweizer Franken in den vergangenen Monaten ‌abgewertet, inflationsbereinigt sei die Währung jedoch seit 2020 stabil geblieben. Die Teuerung in der Schweiz ist in den vergangenen Monaten ​gestiegen, ​hauptsächlich aufgrund höherer Ölpreise infolge ⁠des Nahostkonflikts.

Die Inflationsrate zog im September ​auf 1,0 Prozent ⁠an – den höchsten Wert seit gut zwei Jahren, wie ‌offizielle Daten in der vergangenen Woche zeigten. Dies schürte an den Märkten die Erwartung, dass die ‌SNB ihren Leitzins im Dezember von null ​Prozent anheben könnte.

(Reuters)