Der Nettogewinn der zweitgrössten börsennotierten Bank Frankreichs stieg im Vergleich zum ⁠Vorjahreszeitraum um 23 Prozent auf 1,79 Milliarden Euro, wie Societe Generale am Donnerstag mitteilte. ‌Analysten hatten im Schnitt mit nur 1,57 Milliarden ‌Euro gerechnet. Die Erträge legten um ​4,5 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro zu. Angesichts der guten Geschäfte hob die Bank ihr Rentabilitätsziel (ROTE) für das Gesamtjahr auf rund elf Prozent an, nachdem zuvor mehr als zehn Prozent angestrebt worden waren. Zum Vergleich: ‌Konkurrent Deutsche Bank erreichte im Halbjahr eine Nachsteuerrendite (ROTE) von elf Prozent. Zudem kündigte Societe Generale einen Aktienrückkauf im Volumen von 1,5 Milliarden Euro an, ​der am 3. August beginnen soll.

Das Rekordergebnis wurde indes ​trotz eines erneut schwachen Handelsgeschäfts erreicht. Die ​Erträge im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren und Devisen brachen um 11,3 Prozent ein. Dies ist ‌das dritte Quartal in Folge mit schrumpfenden Einnahmen in dieser Sparte. Die Bank begründete dies mit einem ungünstigen Marktumfeld in Europa. Konkurrenten wie BNP Paribas, ​Barclays ​oder die Deutsche Bank hatten dagegen ⁠zuletzt von einer hohen Marktvolatilität profitiert. Auch ​die Investmentbank der Franzosen hinkte ⁠der Konkurrenz hinterher - hier stiegen die Erträge um 2,7 Prozent. Die ‌Deutsche Bank wies hier ein Plus von 19 Prozent im Quartal aus.

Dennoch zahlen sich die Sanierungsbemühungen von Konzernchef Slawomir Krupa ‌aus, der den Posten im Mai 2023 übernahm. ​Seit seinem Amtsantritt hat sich der Aktienkurs der Bank mehr als verdreifacht.

(Reuters)