Gemäss dem astronomischen Kalender, ist der offizielle Start des Sommers der 21. Juni. Aber bereits das Pfingstwochenende hat die Sommerlaune bei vielen Schweizern geweckt und ab dieser Woche dürften die Temperaturen erneut in die Höhe schiessen und die Sonne permanent ihren Platz einnehmen. 

Passend dazu hat cash.ch sieben Unternehmen herausgesucht, die mit ihren Produkten zum Sommer passen und Aktienkurse verzeichnen, die aufgrund ihrer Performance einen genaueren Blick wert sind. 

1) The Magnum Ice Cream Company

Für viele heisst Sommer automatisch ein hoher Glace-Verzehr. Die Schweiz gilt gemäss Auswertung der Handelszeitung zwar nicht als grosser Glace-Esser mit 2 Kilogramm pro Person pro Jahr, dagegen ist die kalte Speise in den USA mit 23 Kilogramm schon eher nennenswert. The Magnum Ice Cream Company dürfte dennoch allen ein Begriff sein. Vier der sechs weltweit bekanntesten Speiseeismarken gehören dem Unilever-Spin-off.

Die Aktie ging im Dezember 2025 an die Börse und ist in New York, London und Amsterdam gelistet. Seither konnte der Titel knapp 14 Prozent zulegen und notiert aktuell auf 15 Euro. Im Mai trieben Spekulationen möglicher Übernahmen durch Blackstone und CD&R den Kurs zusätzlich hoch. Die aktuelle Unsicherheit an den Finanzmärkten könnte zudem defensive Branchen bevorzugen. Als eigenständiges Unternehmen könnte die Magnum Ice Cream Company von einem neuen Management und einer klar fokussierten Strategie profitieren, gestützt durch starke Marken, konstante Nachfrage und ein weitgehend krisenresistentes Konsumverhalten.

2) Monster Beverage

Wenn’s nicht das Glace ist, dann vielleicht eher ein kühlendes Getränk. Hier kommt Monster Beverage ins Spiel. Das Geschäft profitiert von einem starken Momentum im Energy-Drink-Markt, der zu einem der attraktivsten im Bereich der Basiskonsumgüter zählt. Das Unternehmen kann zudem auf eine starke Erfolgsbilanz mit einer überdurchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate der Gewinne in den vergangenen zehn Jahren zurückblicken.

Die Valoren des Energydrink-Herstellers sind mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 37,5 vergleichsweise teuer, was aber zudem die hohen Erwartungen widerspiegelt. Derzeit kostet eine Aktie rund 91 Dollar und hat damit 19 Prozent an Wert gewonnen seit Anfang des Jahres. 5,5 Prozent davon gehen auf Juni zurück. Das Management hat ausserdem ein neues Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu 500 Millionen Dollar genehmigt. 

3) Yeti

Während einige ihre Sommer lieber entspannt am Strand verbringen, bevorzugen andere aktive Monate. Davon profitiert auch Yeti, ein Anbieter von Premium-Outdoor-Ausrüstung und Kühlboxen. Trotz der Zölle und höheren Inputkosten stellt die Unternehmensleitung jüngst einen höheren Umsatz, ein besseres Ergebnis je Aktie und eine Erholung der Marge im zweiten Halbjahr in Aussicht.

Die Aktie hat in diesem Jahr bereits 7 Prozent auf über 48 Dollar zugelegt und gilt derzeit als eher unterbewertet. Innerhalb von acht Monaten hat der Titel jedoch mehr als 60 Prozent gewonnen, wobei besonders Kursanstiege im Juli und November 2025 dazu beigetragen haben. Der faire Wert dürfte inzwischen bei 55,56 Dollar liegen, was weiteres Aufwärtspotenzial von 15 Prozent signalisiert.

4) Royal Caribbean

Die zweitgrösste Kreuzfahrtgesellschaft der Welt überzeugt mit einer durchschnittlichen Belegung der Schiffe von knapp 110 Prozent. Die Konkurrenten Carnival und Norwegian erreichen 5 respektive 6 Prozent weniger. Eine Änderung in der Strategie kurbelte das Geschäft nach der Pandemie an. So legte das Management neuerdings den Fokus auf das Premium-Segment, regte den Onboard-Konsum der Gäste an und setzte insbesondere auf maximale Rendite. Das Unternehmen versucht ausserdem neue Standbeine zu schaffen, wie ein Wasserpark-Grossprojekt in Mexiko, welches jedoch mit Standortschwierigkeiten kämpft. 

Die Aktien sind in den vergangenen fünf Jahren rund 200 Prozent avanciert. Seit Jahresbeginn befinden sich die Titel indes in einer Seitwärtsbewegung. Mit dem zyklischen Geschäftsmodell eignet sich der Valor aber nicht für vorsichtige Anleger, die nicht bereit sind, konjunkturelle Schwankungen in Kauf zu nehmen.

5) Live Nation Entertainment

Zunehmend an Bedeutung über die warmen Monate gewinnen Festivals. Ob es das grösste Coachella ist oder ein kleineres, eher lokales Festival, spielt dabei nicht gross eine Rolle – Hauptsache Musik und Feiern. Live Nation Entertainment ist auf Live-Veranstaltungen spezialisiert und hält etwa die Anteilsmehrheit am Veranstalter des Open Air Frauenfeld. Top-Künstler wie Taylor Swift, Beyoncé und Coldplay sind zentrale Treiber fürs Geschäft, und gemäss Aussagen des CEOs hat der Konzern bereits 119 Millionen Tickets für Shows im Jahr 2026 verkauft.

Der Titel des Musikunternehmens hat seit dem Jahreswechsel 15 Prozent gewonnen und kostet neu 167 Dollar. In den letzten fünf Jahren beträgt das Plus über 90 Prozent. Das hohe KGV und die fehlende Dividendenrendite deuten darauf hin, dass Anleger auf deutlich steigende Gewinne in den kommenden Jahren setzen, wonach die Aktie eher als wachstumsorientiertes Investment mit Zukunftsfantasie gilt, nicht als klassische Value-Aktie.

6) Marriott

Reisen involvieren oftmals auch die Übernachtung in einem Hotel. Die Marriott-Kette gehört zu den grössten der Welt und vereint über 30 Marken, wie Sheraton oder Ritz-Carlton. Im ersten Quartal untermauerte der Hotelkonzern seine Position mit finanziellen Gründen. Der Gewinn stieg auf 2,72 Dollar je Aktie und lag damit über den erwarteten 2,56 Dollar. Die Quartalsdividende steigt auf 0,73 Dollar je Aktie.

Die Aktie von Marriott hat seit Jahresbeginn 23 Prozent an Wert gewonnen, in den letzten fünf Jahren sind es fast 170 Prozent. Das entging auch dem norwegischen Staatsfonds nicht, der neu eingestiegen ist mit einer Beteiligung von knapp 1 Prozent am Unternehmen. Nebst der Norges Bank hat auch ein weiterer Grossanleger seinen Bestand ausgebaut - ein gutes Zeichen. Die Bewertung bleibt sportlich. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von 39,41 deutet auf eine teure Bewertung hin.

7) Crocs

Bei hohen Temperaturen im Sommer wird oftmals an Kleidung gespart, wo möglich. Daher sind, was das Schuhwerk betrifft, Sandalen wie Birkenstocks oder Crocs beliebt. Letztere finden sich fast in jedem Schweizer Haushalt wieder. Die Stärke des Kunststoff-Clog-Herstellers liegt laut Marktbeobachtern in seiner starken Marke und treuen Kunden, solange die Verkäufe nicht zu sehr von Rabatten abhängen. Der Aktienkurs notiert derzeit auf dem höchsten Stand seit Herbst 2024.

Besonders die positiven Quartalszahlen beflügelten den Aktienkurs. So übertraf der Schuhhersteller mit einem Ergebnis von 2,99 Dollar je Aktie die Prognosen und konnte auch beim Umsatz 21 Millionen mehr einnehmen als von Experten prognostiziert. Ausserdem wurde die Gewinn- und Umsatzprognose für das Gesamtjahr angehoben. CEO, Andrew Rees, kommentierte: «Wir konzentrieren uns darauf, unsere Initiativen umzusetzen, um ein diversifiziertes Wachstum über Marken, Vertriebskanäle und Märkte hinweg voranzutreiben, und sind weiterhin zuversichtlich, was die langfristige Gesundheit des Unternehmens angeht.»

Aisha Gutknecht arbeitet seit Juli 2024 als Redaktorin für cash.ch.
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