Die Aktie von AMS Osram fällt am Dienstag bis 2,3 Prozent auf 5,52 Franken. Das ist der tiefste Stand seit Anfang Juli.

Auf diesem Niveau bewegte sich die Aktie in ihrer Unterstützungszone um die Tiefs vom vergangenen November, zitiert AWP den Chartanalysten Frederik Altmann von Alpha Wertpapierhandel. "Nach oben kann das Papier keine Dynamik aufnehmen, aber nach unten gibt es auf dem aktuellen Niveau kein starkes Verkaufsinteresse mehr."

Das jüngste Zwischentief liege bei 5,646 Franken und bei 4,873 Franken das langjährige Tief vom Mai, so Altmann bereits am gestrigen Montag. "Diese Marken sollten aber nicht mehr durchbrochen werden, sonst droht neuer Kursdruck."

An der Börse keimen in jüngster Zeit wieder Bilanzsorgen bezüglich AMS auf. Wie die Deutsche Bank in einem Kommentar schreibt, versucht Firmenchef Aldo Kamper derzeit, eine Kapitalerhöhung zur Bilanzstärkung unbedingt zu vermeiden. Kamper hatte kürzlich einen Auftritt an einer Veranstaltung, die von der Deutschen Bank organisiert wurde (mehr dazu hier).

AMS litt in den letzten Tagen auch als Folge der Kursschwäche von Apple. Der iPhone-Hersteller gilt als wichtiger Abnehmer von AMS-Sensoren. Apple verlor letzte Woche an zwei Tagen rund 200 Milliarden Dollar an Börsenwert. Die Aktie litt unter Berichten, wonach die Regierung in Peking Beamten sowie Angestellten von staatsnahen Betrieben die Nutzung von iPhones am Arbeitsplatz untersagen will. Apple macht rund ein Fünftel seines Umsatzes in China.

(cash)