Ausländische Abnehmer orderten massiv Waren, um ihre Lager frühzeitig aufzufüllen, wie aus Daten des nationalen Statistikamtes (NBS) hervorgeht. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe fiel leicht auf 50,3 von 50,4 Punkten im März. Er hielt sich damit jedoch über der Marke von 50 Zählern, die Wachstum signalisiert. Analysten hatten mit 50,1 Punkten gerechnet. Der Teilindex für neue Exportaufträge kletterte auf 50,3 Punkte, den höchsten Stand seit zwei Jahren.
Experten warnen jedoch, dass der Aufschwung von kurzer Dauer sein könnte. Der Nahost-Konflikt treibt die Energiepreise in die Höhe, was künftige Bestellungen dämpfen dürfte. «Die Aussichten für den Exportsektor sind für Chinas Wirtschaft von grosser Bedeutung, da die Binnennachfrage schwach ist», erklärte Chefökonom Zhiwei Zhang von Pinpoint Asset Management. Wie fragil die heimische Wirtschaft abseits des Exports ist, zeigte der Teilindex für den Dienstleistungs- und Bausektor. Dieser PMI fiel im April auf 49,4 von 50,1 Punkten. Dies unterstreiche, dass die aktuelle Dynamik fast ausschliesslich dem Export zu verdanken sei, sagte Julian Evans-Pritchard von Capital Economics.
(Reuters)

