Die ⁠weltgrösste Ratingagentur S&P senkte den Rating-Ausblick für die Commerzbank mit Verweis ‌auf eine baldige Integration ‌in den UniCredit-Konzern am Mittwoch ​auf «stabil» von «positiv», wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Bisher wird die Commerzbank als Emittent von Schuldpapieren mit «A» bewertet, der sechstbesten Rating-Note auf der S&P-Skala, UniCredit liegt ‌mit «A-» und einem weiterhin positiven Ausblick eine Stufe darunter.

S&P geht davon aus, dass die Commerzbank innerhalb ​von zwei Jahren Teil der UniCredit-Gruppe wird, ​die sich bereits mehr ​als 47 Prozent der Anteile an dem Frankfurter Geldhaus gesichert hat. ‌Damit verlöre die Commerzbank ihre eigenständigen Risiko-Puffer. Bei einer Integration in UniCredit drohe der Commerzbank sogar eine ​Herabstufung - ​wenn sich nicht gleichzeitig ⁠die Bonitätsnote von UniCredit verbessere. ​S&P macht den Italienern ⁠aber gleichzeitig Hoffnung auf eine bessere Note für ‌den Fall, dass UniCredit die Commerzbank übernimmt. Dann könnte die Bank zwei Stufen ‌besser bewertet werden als Italien, das bei «BBB+» ​liegt.

(Reuters)