In einem am Montag veröffentlichten Video sagte ⁠Elon Musk, man wolle vermitteln, dass für die Pläne «keine Magie nötig» sei. «Ein Grossteil davon ist ‌Technologie, die wir bereits für die Starlink-V3-Satelliten entwickelt ‌haben», erklärte er. Musk und SpaceX-Ingenieur ​Ian Dahl skizzierten Pläne für KI-Satelliten, die als Rechenknoten im Orbit fungieren, mit Sonnenenergie betrieben und durch Wärmeabstrahlung in den Weltraum gekühlt werden sollen. Dies könnte helfen, die zunehmenden Energieengpässe irdischer KI-Anlagen zu umgehen.

Der ‌erste geplante KI-Satellit soll eine Spitzenleistung von etwa 150 Kilowatt und eine Dauerrechenleistung von 120 Kilowatt liefern. Musk zufolge entspricht dies in etwa ​einem einzelnen GB300-KI-Server-Schrank von Nvidia, der in der ​Spitze rund 140 Kilowatt verbraucht. Da die ​Satelliten keine grossen Antennen für die Breitbandkommunikation benötigen, seien sie laut Dahl einfacher aufgebaut ‌als bisherige Starlink-Modelle. Das vollständig wiederverwendbare Design der Starship-Rakete werde es schliesslich ermöglichen, die für das orbitale Computing benötigten grossen Mengen an Solarmodulen, Radiatoren ​und Computerchips ​ins All zu bringen, ⁠teilte das Unternehmen mit.

Die Produktion in der ​KI-Satellitenfabrik im texanischen Bastrop ⁠soll Musk zufolge Ende kommenden Jahres nennenswerte Stückzahlen erreichen. Die Initiative ‌ist Teil einer umfassenderen Strategie, SpaceX beim Börsengang nicht nur als Start- und Satellitenkommunikationsunternehmen, sondern auch als wichtigen Anbieter von ‌KI-Infrastruktur zu positionieren. Das Unternehmen wird beim Gang ​an die Börse voraussichtlich mit rund 1,75 Billionen Dollar bewertet werden.

(Reuters)