SpaceX veranschlagt die Kosten für den Bau seiner geplanten Chipfabrik im US-Bundesstaat Texas auf zunächst 55 Milliarden ‌Dollar. ⁠Bis zur endgültigen Ausbaustufe könnte diese Summe auf 119 Milliarden Dollar steigen, ⁠ergab eine am Mittwoch veröffentlichte Pflichtmitteilung der Weltraumfirma des Milliardärs Elon Musk. In ‌der «Terafab» sollen Computerchips für SpaceX, den Elektroautobauer Tesla, ‌den KI-Entwickler xAI sowie weitere Unternehmen ​aus Musks Firmenimperium produziert werden.

Das Werk entsteht in Zusammenarbeit mit dem Halbleiter-Hersteller Intel. Dieser steuert unter anderem seine Fertigungstechnologie «14A» bei. Musk will seine Unternehmen unabhängiger von Chip-Auftragsfertigern wie TSMC und Samsung machen. Die ‌Pläne passen auch zu dem Ziel der Regierung in Washington, verstärkt Fabriken in den USA anzusiedeln.

In der Pflichtmitteilung legte SpaceX unter anderem ​offen, dass das Unternehmen nicht über ausreichende Lieferverträge ​mit Anbietern von Hochleistungsprozessoren verfüge, um den ​eigenen Bedarf zu decken. Gleichzeitig wies es darauf hin, es gebe keine Garantie, dass ‌die «Terafab» innerhalb des geplanten Zeitrahmens oder überhaupt den Betrieb aufnehmen werde.

Musk zufolge sollen in dem Werk in der endgültigen Ausbaustufe jährlich Chips ​mit ​einem Strombedarf von einem Terawatt ⁠produziert werden. Das wäre das Doppelte ​der bislang in den gesamten ⁠USA gefertigten Halbleiter. Den Analysten des Vermögensverwalters Bernstein zufolge wären ‌dafür Investitionen von bis zu 13 Billionen Dollar notwendig.

SpaceX steuert auf einen Börsengang im Juni zu. Bei dem ‌mit einem angepeilten Emissionsvolumen von 75 Milliarden Dollar voraussichtlich ​grössten Debüt der Geschichte könnte das Unternehmen eine Marktkapitalisierung von 1,75 Billionen Dollar erreichen.

(Reuters)