Für die Investmentbank Goldman Sachs ist Spanien der Favorit auf den Gewinn der Fussball-Weltmeisterschaft 2026 - vor Frankreich, Argentinien und Brasilien. Deutschland liegt noch hinter England und ‌den Niederlanden ⁠auf Rang 7, allerdings vor Portugal.

Die US-Bank veröffentlichte am Freitag ein Ranking, das auf historischen ⁠Leistungen und Ranglistendaten der Mannschaften basiert. Die Prognose fusse auch auf den Elo-Bewertungen der Mannschaften, einem ursprünglich für ‌Schach entwickelten und für den Fussball angepassten System zur Leistungsbewertung, sowie auf weiteren ‌Faktoren wie Offensivstärke, aktueller Form, Mentalität und geografischer ​Lage. Goldmans Modell simuliere die Spielergebnisse anhand von fast 20.000 Pflichtspielen seit 1978 und werde während des Turniers nach jedem Spieltag aktualisiert. Die Prognosen stimmten weitgehend mit den Quoten der Buchmacher überein, hiess es.

Das Modell sieht für Spanien die Wahrscheinlichkeit von 26 Prozent, das Turnier zu ‌gewinnen, das vom 11. Juni bis zum 19. Juli in den USA, Mexiko und Kanada stattfindet. Frankreich folgt mit 19 Prozent, gefolgt vom amtierenden Weltmeister Argentinien mit 14 Prozent, Brasilien mit acht ​und England mit fünf Prozent. Die Niederlande, Deutschland und Portugal liegen ​mit ähnlichen Wahrscheinlichkeiten dahinter.

«Spanien wird als Sieger prognostiziert, da ​es die höchste Elo-Wertung aufweist, unterstützt durch Torjägerqualitäten und eine gute Form zu Beginn des Turniers», so Goldman Sachs.

Argentiniens ‌Chancen würden durch den «Winner’s Slump»-Effekt geschmälert, also die Tendenz von Titelverteidigern, bei der folgenden WM unter ihren Möglichkeiten zu bleiben.

England wurde herabgestuft, weil es laut Goldman eine Geschichte von unterdurchschnittlichen Turnierleistungen, geografische Nachteile und ​eine ​ungünstige Auslosung hat.

Deutschland wird in der Prognose ⁠zwar ein Sieg in der ersten K.o.-Runde gegen Paraguay ​vorausgesagt. Danach ist in der ⁠Runde der letzten 16 Mannschaften aber Schluss nach einer Niederlage gegen Frankreich. Frankreich setze sich ‌dann im Viertelfinale gegen die Niederlande durch, die zuvor die Schweiz aus dem Turnier geworfen habe. Im Halbfinale scheide Frankreich dann aber gegen Spanien aus. Der andere ‌Finalist Argentinien habe Brasilien im Halbfinale ausgeschaltet. Im Finale setze sich ​dann aber Spanien durch, so die US-Bank. Die drei Gastgeber-Länder Mexiko, Kanada und USA scheiden dem Modell zufolge ebenso wie Deutschland in der Runde der letzten 16 Mannschaften aus.

(Reuters)