Die nach europäischer Methode erfassten Verbraucherpreise (HVPI) lagen im Juni 1,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Statistikamt INE am Donnerstag in Madrid mitteilte. Im Vormonat hatte die Rate noch 2,9 Prozent betragen. Analysten hatten im Schnitt mit einer noch etwas stärkeren Abschwächung auf 1,5 Prozent gerechnet. Im Monatsvergleich stieg das Preisniveau um 0,6 Prozent.
Im vergangenen Jahr war die Inflation über zehn Prozent gestiegen. Ursache waren der Ukraine-Krieg und die stark gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise. Die jetzt niedrigere Inflation erklärt das Statistikamt damit, dass die Preise für Kraftstoff, Strom und Lebensmittel weniger stark steigen als ein Jahr zuvor.
Die Kerninflation ohne Energie und Lebensmittel geht auch zurück, allerdings langsamer als die Gesamtinflation. Sie schwächte sich von 6,1 auf 5,9 Prozent ab.
(AWP)
