Spanische GrossbankSantander verkauft Immobilien im Wert von zehn Milliarden Euro

Die spanische Grossbank Santander hat für zehn Milliarden Euro Grundstücke, Häuser, Wohnungen und Hotelgebäude an den US-Investor Blackstone verkauft.
09.08.2017 11:55
Zwar hat sich der Immobilienmarkt in Spanien erholt, aber immer noch stehen gut eine halbe Million Häuser leer (im Bild Wohnhochhäuser in der Innenstadt von Malaga), Spanien.
Zwar hat sich der Immobilienmarkt in Spanien erholt, aber immer noch stehen gut eine halbe Million Häuser leer (im Bild Wohnhochhäuser in der Innenstadt von Malaga), Spanien.
Bild: cash

Der grösste Immobiliendeal in der spanischen Geschichte folgt der Übernahme der maroden Banco Popular durch die grösste Bank des Landes. Das Portfolio war ursprünglich rund 30 Milliarden Euro wert gewesen, wegen der Immobilienkrise der vergangenen Jahren war der Wert allerdings massiv nach unten gegangen. Inzwischen erholen sich die spanische Bauwirtschaft und der Häusermarkt wieder.

Auch ausländische Investoren sind auf der iberischen Halbinsel wieder aktiv. Sie standen nach Angaben des Wirtschaftsministeriums in Madrid bereits 2015 wieder für rund ein Drittel der Gesamtinvestitionen in dem Sektor in Höhe von 22 Milliarden Euro. Vor allem die Regionen rund um Barcelona und Madrid werden wieder beliebter. Dennoch steht acht Jahre nach dem Höhepunkt der Krise immer noch gut eine halbe Million Häuser in Spanien leer.

Die Übernahme und Rettung der unter einem Berg fauler Kredite leidenden Banco Popular durch Santander im Juni folgte auf eine schwere Bankenkrise vor fünf Jahren, die Spanien rund 40 Milliarden Euro gekostet hatte.

(AWP/SDA/REU)