Der Renditespread zwischen Immobilienerträgen und risikofreien Anlagen sei derzeit «äusserst attraktiv» und eher grösser als im langfristigen Durchschnitt, sagte SPS-CEO Marcel Kucher in einem Interview mit dem Medienhaus «NZZ». Das spreche gegen eine Blase und lasse «durchaus noch Luft nach oben».

Gestützt werde der Markt von Zinsen nahe null, der Stabilität der Schweiz sowie der starken Nachfrage institutioneller Anleger. SPS biete stabile Immobilienwerte und verlässliche Dividenden; die künftige Rendite solle aus Ausschüttungen sowie einer mindestens inflationsangepassten Wertentwicklung des Portfolios kommen.

Auch operativ zeigt sich Kucher zuversichtlich. Im Prime-Segment an besten Lagen spüre SPS keinen Nachfragerückgang, die Leerstandsquote liege auf einem historischen Rekordtief. Wachstumsimpulse erwartet SPS zudem vom kapitaleffizienten Asset Management für Dritte mit wiederkehrenden Erträgen. Die positive Kursentwicklung der vergangenen anderthalb Jahre zeige, dass der Kapitalmarkt diese Kombination aus Stabilität und kontrolliertem Wachstum schätze.

Zu einer möglichen Verschärfung der Lex Koller sagte Kucher, der Wegfall der Ausnahme für börsenkotierte Immobiliengesellschaften würde erhebliche Komplikationen bringen. Für grosse Gewerbeprojekte brauche es kotierte Strukturen, um genügend Kapital zu bündeln. Zugleich wäre die Wirkung auf den Wohnungsmarkt gering, da laut einem Expertenbericht maximal ein Prozent aller Schweizer Wohnungen im Besitz kotierter Gesellschaften liege. Zudem sei schon oft versucht worden, die Lex Koller zu verschärfen. «Ich glaub nicht, dass solche extremen Forderungen im politischen Prozess eine Mehrheit finden werden.»

(AWP)