Die Aktie von Stadler Rail ist am Freitag kaum verändert bei 32,05 Franken. In den letzten zwei Monaten hat die Aktie 15 Prozent verloren.

JPMorgan erhöhte am Freitag das Kursziel für die Aktie auf 35,50 von 34 Franken und beliess die Einstufung auf "Neutral". Mit Blick auf die Ende August anstehenden Halbjahreszahlen des Zugbauers erwarten die Analysten zwar einen Rückgang des Auftragseingangs um rund 33 Prozent gegenüber einem sehr guten Vorjahr.

Allerdings sei die "Book to bill-Ratio" immer noch sehr stark. Bei den Umsätzen werde die für Stadler typische Saisonalität erwartet - normalerweise generiere das Unternehmen nur ein Drittel der Umsätze im ersten Semester. Die Erwartungen für den EBIT blieben zwar unverändert, die höheren Zinskosten führten aber zu tieferen EPS-Schätzungen.  Das höhere Kursziel wird insbesondere mit einer Verschiebung des Zeithorizonts auf 2024 erklärt.

Der zuständige Analyst von Kepler Cheuvreux ist bei Stadler Rail etws gegenteiliger Meinung. Er bestätige am Donnerstag die "Reduce"-Bewertung für Stadler Rail und senkte gleichzeitig das Kursziel von 30 auf 29 Franken

Als Grund nennt Kepler Cheuvreux den geschäftlichen Rückzug aus Weissrussland, den Gegenwind durch die Frankenstärke und den Druck durch die Kosteninflation. Darum erwarteten die Analysten für das erste Halbjahr 2023 ein negatives Umsatzwachstum.

(AWP)