Die Aktien von Sandoz legen im frühen Handel am Donnerstag zwischenzeitlich 6 Prozent auf 66,50 Franken zu. Damit notiert der Titel nicht nur so hoch wie noch nie, auch baut der Pharmakonzern seine bisherige Jahresbilanz auf 8,44 Prozent Kursplus aus.

Der zuständige Analyst der US-Investmentbank Jefferies erhöhte am Donnerstag das Rating auf Buy von Hold, und setzt das Kursziel neuerdings auf 75 Franken an. Zuvor lag dieses auf 51,40 Franken. Er gehe davon aus, dass der Generika-Konzern bei der Vorlage seiner Jahreszahlen Ende Februar mit dem Ausblick für 2026 eher enttäuschen werde, schreibt James Vane-Tempest. Dies erachtet er jedoch als eine gute Einstiegsgelegenheit. 

Derweil sieht er aus den Patentabläufen der ersten GLP-1-Medikamente in Brasilien und Kanada nur begrenztes Potenzial. Sandoz produziert Generika für die Blockbuster-Medikamente Ozempic und Wegovy, die beide auf dem Wirkstoff Semaglutid basieren.

Es gibt aber einen Lichtblick. So habe er aber eine Neubewertung der Pipeline vorgenommen und auch die langfristige Innovationskraft und die Positionierung des Unternehmens stärker einfliessen lassen. Die jüngsten regulatorischen Änderungen könnten die Pipeline-Entwicklung von Sandoz beschleunigen – aber auch den Wettbewerb verstärken. Das Management von Sandoz selbst sieht die gelockerten Anforderungen an klinische Studien als grosse Chance.

Das durchschnittliche Kursziel liegt gemäss AWP-Analyser bei 57,29 Franken, wobei die höchste Schätzung 74 Franken und die niedrigste 44 Franken beträgt. Neun Analysten stufen den Titel mit «Kaufen» ein, sechs vergeben ein «Halten». Es liegen keine Verkaufsempfehlungen vor. 

Sandoz wird am 25. Februar die Zahlen für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr 2025 vorstellen. In den ersten neun Monaten verzeichnete Sandoz über beide Sparten und alle Regionen ein Umsatzwachstum. Nach dem dritten Quartal wurde zudem das Margenziel auf 21 bis 22 Prozent angehoben. Zuvor lautete die Zielsetzung etwa 21 Prozent.

(cash)