Galderma präsentiert am Donnerstag, 23. April, die Umsatzzahlen für das erste Quartal 2026. Diese dürften sich wie folgt aufteilen: Injectables 629 Millionen Dollar, Dermatological Skincare 427 Millionen Dollar und Therapeutic Dermatology 369 Millionen Dollar. Zusammengerechnet ergäbe das für den Konzern einen Umsatz von 1,4 Milliarden Dollar, was rund 300 Millionen Dollar mehr als im Startquartal 2025 wären. Sollten die Zahlen in etwa den Erwartungen entsprechen, hätten alle drei Sparten zulegen können.
Spürt Galderma die Folgen des Iran-Krieges?
Galderma ist mit seinem Injectable-Geschäft stärker von den Konsumenten abhängig als etwa mit seinen medizinischen Produkten. Wie es die ZKB in ihrem Ausblick auf die anstehenden Zahlen beschreibt, werde die Neukundengewinnung für Beauty-Behandlungen schwieriger, wenn Haushaltsbudgets mit erhöhten Lebensmittel-, Benzin- und Flugpreisen herausgefordert werden. Und genau dies sind die Folgen der zuletzt schockartig gestiegenen Öl- und Energiepreise. Diese Budget-Unsicherheit dürfte sich vor allem auf das US-Geschäft auswirken, glaubt der zuständige Vontobel-Analyst.
Was war zuletzt ein Thema?
Trotzdem dürfte das Geschäft mit Fillern ein wichtiges Thema sein. Galderma hat zuletzt vor allem auf ... gesetzt, die durch die neuartigen Abnehmpräparate stark an Gewicht verloren haben und deren Gesicht und Körper sich deswegen verändert haben. So könnte dieser «Ozempic-Effekt» dem Geschäft mit Fillern womöglich zu neuem Schwung verhelfen.
Wie sieht es jenseits der Schönheitsprodukte aus?
Das wohl mit Abstand wichtigste Thema dürfte die weitere Marktentwicklung des Hoffnungsträgers Nemluvio sein, der bei bestimmten Hautleiden wie Neurodermitis eingesetzt wird. Das Produkt hatte bislang einen starken Start. Galderma CEO-Flemming Ørnskov ist so überzeugt vom weiteren Erfolg, dass er jüngst die Prognose für den Spitzenumsatz auf mehr als 4 Milliarden US-Dollar verdoppelte.
Welche Ziele peilt das Management an?
Für 2026 peilt das Unternehmen ein Umsatzwachstum zwischen 17 und 20 Prozent an. Die Kern-EBITDA-Marge soll 2026 bei etwa 26 Prozent zu konstanten Währungen zu liegen kommen.
Bei der Vorlage der Jahreszahlen hatte Galderma zudem seine Mittelfristziele für 2023-27 angepasst. Der Grund dafür ist Nemluvio, dessen Markteinführung besser als erwartet aufgefallen ist. Die auf 4 Milliarden US-Dollar erhöhte Spitzenumsatz-Prognose macht sich denn auch mittelfristig bemerkbar. So erwartet Galderma jetzt ein Umsatzwachstum zwischen 15 und 17 Prozent und hat die Margenprognose auf ein Plus um 450 bis 550 Basispunkte im Vergleich zum 2023er (23,1 Prozent) Wert angehoben.
Haben die Aktien den Höhenflug von 2025 fortgesetzt`?
Nach dem fulminanten Kursplus von mehr als 60 Prozent im vergangenen Jahr, sind die Galderma-Aktien im bisherigen Jahresverlauf eher seitwärts gelaufen in einer Spanne zwischen grob 150 und 160 Franken. Seit Jahresbeginn steht momentan ein Kursminus von 4 Prozent zu Buche, während sich der Gesamtmarkt (SPI) flach entwickelt hat.
(AWP)

