Sofern Nutzer nicht widersprechen («Opt-out»), dürfen ihre Daten künftig für Modelle zum maschinellen Lernen verwendet und an Dritte weitergegeben werden, wie aus der am 15. Januar aktualisierten Richtlinie auf der Website hervorgeht. Eine frühere Version der Bestimmungen enthielt diesen Passus der Nachrichtenagentur Reuters zufolge noch nicht. SpaceX nahm dazu zunächst nicht Stellung.
Der Vorstoss erfolgt vor dem Hintergrund von Gesprächen über eine mögliche Fusion von SpaceX mit Elon Musks KI-Start-up xAI. Ein solcher Zusammenschluss würde xAI Zugriff auf riesige Datenmengen der über neun Millionen Starlink-Nutzer verschaffen, um etwa den Chatbot Grok zu verbessern. SpaceX plant zudem für dieses Jahr einen Börsengang, der den Firmenwert auf über eine Billion Dollar treiben könnte.
Experten äusserten Bedenken angesichts der Fülle der gesammelten Informationen, die von Standort- und Kreditkartendaten bis hin zu Kommunikationsinhalten reichen. «Das würde mich als Starlink-Nutzer beunruhigen», sagte Anupam Chander, Rechtsprofessor an der Georgetown University. Zwar gebe es legitime Verwendungszwecke für Daten, oft fehle es jedoch an klaren Grenzen für deren Nutzung.
(Reuters)

