Die Aktien von Helvetia Baloise sind jüngst im Aufwind. Zwar verlieren die Valoren am Mittwoch etwas an Boden, auf Monatssicht haben die Titel aber über 15 Prozent zugelegt. In den gleichen 30 Tagen liegt der SMI nur knapp 9 Prozent zu.
Ein wichtiger Impuls für diese Kursavancen waren die Jahresergebnisse Mitte April und ein angepasster Ausblick, insbesondere mit höheren Dividendenausschüttungen. Zudem trugen abermalige Kurszielerhöhungen und Ratinganpassungen von Analystinnen und Analysten zur positiven Stimmung bei.
So erhöhte auch Kepler Cheuvreux am heutigen Mittwoch das Kursziel für die Papiere von Helvetia Baloise von 236 auf 267 Franken und bestätigte damit die Kaufempfehlung. Der zuständige Analyst hat nach dem Kapitalmarkttag seine Schätzungen angepasst und den Bewertungshorizont erweitert. Die erwarteten Kosteneinsparungen in Höhe von insgesamt 650 Millionen Franken werden nun detaillierter ausgewiesen: Rund 190 Millionen Franken entfallen auf die Konzernzentrale, der verbleibende Betrag vor allem auf das Nichtlebensgeschäft. Bei der Prämienentwicklung sieht der Experte keine Veränderungen gegenüber den bisherigen Annahmen.
Bereits am Vortag hatte die US-Grossbank JPMorgan ihr Kursziel von 250 auf 260 Franken angehoben und die Kaufempfehlung bestätigt. Obwohl der zuständige Analyst nach der Publikation der Jahreszahlen und dem Kapitalmarkttag seine Gewinnprognosen für das laufende Jahr sowie die beiden Folgejahre leicht nach unten korrigiert hat, sieht er weiterhin Spielraum für eine überdurchschnittliche Gewinnentwicklung - und liegt damit nach wie vor über dem Marktkonsens.
Helvetia Baloise habe einige Kennziffern neu definiert, daher sei er selbst nicht allzu besorgt wegen der nun tieferen Schätzungen. Zudem erwartet er, dass die Wirkung des Kosteneffizienz- und Integrationsplans auf den Gewinn stärker ausfällt, als das Unternehmen derzeit offiziell kommuniziert. Ferner könnten sich nennenswerte Umsatzsynergien sowie weiteres Aufwärtspotenzial aus der Fusion ergeben.
Damit bleibt die grosse Analystenmehrheit optimistisch: Von zehn Experten empfehlen nur zwei das Halten der Aktie, einer rät zum Verkauf. Das Kurszielkonsens bei 224,30 Franken haben die Aktien aufgrund der hohen Kursavancen derweil bereits minimal überschritten.
(cash/AWP)
