Der Name und das Produkt dieser Firma bilden einen scharfen Kontrast: Das Unternehmen heisst «Blue Bird» («Blauer Vogel») und die Schulbusse, die es herstellt, sind gelb. Die auffällige Farbe dient wohl der Sicherheit, die Busse sind so auch in der Dämmerung und bei schlechtem Wetter besser sichtbar, als wenn sie dunkel angestrichen wären.
Abgesehen vom Kontrast zwischen Firmenname und Produktfarbe läuft es dem Unternehmen wie aus einem Guss. Die Umsätze wachsen, die Gewinne steigen, die Aktie steht auf Rekordniveau und CEO John Wyskiel hat Ambitionen: «Wir erwarten, dass 2026 eine leichte Verbesserung des Rekordergebnisses, das wir 2025 erzielt haben, bringen wird», sagte er zum Erstquartalsreport 2026, den er Anfang Februar vorstellte.
Es resultierten ein wiederum gestiegener Umsatz und ein höherer Gewinn als im ersten Quartal 2025. Der Ausblick für den operativen Gewinn im Gesamtjahr 2026 wurde sodann angehoben. Und auch mittelfristig will das Unternehmen profitabel wachsen. So soll der Umsatz in den kommenden Jahren auf zwei Milliarden Dollar steigen, bei einer operativen Marge von 16 Prozent. Im Gesamtjahr 2025 erwirtschaftete Blue Bird 1,48 Milliarden Dollar bei einer Marge von 15 Prozent.
Der Erstquartalsbericht hievte die Aktie um 19 Prozent auf nahezu 60 US-Dollar. Inzwischen hat sie weiter auf 61 Dollar zugelegt. Diesem Rekordstand geht ein circa 700-prozentiger Kursanstieg seit Herbst 2022 voraus.
In diesem Zeitraum hat das Unternehmen gezeigt, dass es sich laufend verbessern kann. Die Umsätze sind von 800 Millionen Dollar im Jahr 2022 auf knapp 1,5 Milliarden Dollar im Gesamtjahr 2025 angewachsen. Aus einem operativen Verlust von 15 Millionen Dollar wurde ein operativer Gewinn von 221 Millionen Dollar.
Trotz des starken Kursanstiegs ist die Aktie noch vergleichsweise günstig bewertet. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 16. Analysten stufen die Valoren zudem durchweg mit «Buy» ein. Die Preisziele reichen von 55 bis 78 Dollar. Die optimistische Prognose weist auf einen Kursgewinn von circa 27 Prozent hin. Die pessimistische Einschätzung deutet hingegen einen rund 10-prozentigen Aktienpreisrückgang an.

