Keine Aktie des Swiss Market Index (SMI) hat seit Anfang Januar so schlecht abgeschnitten wie die Titel des Vermögensverwalters Partners Group. Die Aktien sind um 29 Prozent von 1030 auf 730 Franken gefallen. Seit Jahresbeginn hat der SMI dagegen um 10 Prozent angezogen, wobei er vor etwas mehr als zwei Wochen bei 14'669 Zählern ein neues Allzeithoch erreichte.
Investoren von Partners Group zogen sich schon in den ersten Wochen des Jahres zurück, als Spannungen im Privatmarkt offensichtlich wurden. Beispielsweise kappte der in New York ansässige Private-Credit-Riese Blue Owl die Auszahlungen aus einem seiner Fonds, in dem primär Privatanleger engagiert gewesen sind.
Im Juni beschränkte auch Partners Group die Rücknahmen aus einem seiner Private-Equity-Fonds. Auf die Nachricht folgte ein 16-prozentiger Kursverlust in einem Handelstag. Hinzu kamen Vorwürfe des Shortstellers Grizzly, wonach Partner Group den Wert von Evergreen-Fonds zu hoch ausweise. Das Unternehmen aus Baar wies die Vorwürfe zurück.
Analysten sind uneins, wie sich die Valoren der von CEO David Layton geführten Finanzgesellschaft mittelfristig entwickeln werden. Der zuständige Experte der Deutschen Bank kam Anfang August zum Schluss, dass sich das Wachstum bei den Evergreen-Fonds wohl langsamer als bisher gedacht normalisieren und daher auch das Wachstum von verwaltetem Vermögen und Gewinn je Aktie hinter der Entwicklung der europäischen Konkurrenten zurückbleiben werde.
Der DB-Analyst stufte Partners Group daher auf «Hold» von «Buy» herab und senkte das Kursziel auf 785 von 840 Franken. Noch skeptischer ist der Analyst der Citigroup. Er sieht die Aktie um 7 Prozent auf 680 Franken und somit klar unter die aktuelle Notierung fallen.
Optimistischer ist der verantwortliche Analyst von Julius Bär. In seiner jüngsten Notiz hat er an seiner Kaufempfehlung festgehalten. Das Kursziel hat er zwar um 100 Franken auf 1100 Franken zurückgenommen, traut der Aktie damit aber noch immer ein mittelfristiges Plus von 50 Prozent zu.
Der Experte verweist unter anderem auf die Dividendenrendite, die aktuell 6,3 Prozent beträgt und daran erinnert, dass Partners Group die Ausschüttung an die Aktionäre über die vergangenen Jahre sukzessive auf 46 Franken erhöht hat. Zudem ist die Bewertung attraktiv. Das momentane Kurs-Gewinn-Verhältnis von 14x liegt so tief wie seit 15 Jahren nicht mehr.
Was meinen Sie, liebe cash-Leserinnen und -Leser? Gelingt der Partners Group mittelfristig ein Comeback an der Börse? Konkret: Steigt die Aktie innerhalb der nächsten zwölf Monate wieder über 1000 Franken? Nehmen Sie teil an der Umfrage.

