Gemäss der am Donnerstag veröffentlichten Analyse würden die 50 grössten börsenkotierten Konzerne in der Schweiz für das Jahr 2025 rund 564 Millionen Franken an Ergänzungssteuern im In- und Ausland zahlen. Gegenüber 2024 ist das ein Anstieg von 132 Prozent, wie eine Analyse der Geschäftsberichte durch Deloitte zeigt.

Die Steuer betrifft Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 750 Millionen Franken. Der Gewinn wird mit 15 Prozent versteuert. In der Schweiz wurden die neuen Regeln Anfang 2024 eingeführt, nachdem die Schweizer Bevölkerung sie Mitte 2023 in einer Abstimmung mit grosser Mehrheit angenommen hatte.

Erwartungen dürften nicht erreicht werden

Die Experten halten es aber für unwahrscheinlich, dass in den nächsten Jahren die vom Bundesrat erwarteten Mehreinnahmen von 1,5 bis 3,5 Milliarden Franken erreicht werden. Ein Grund ist die seit dem 1. Januar 2026 geltenden Sonderbehandlung für US-Konzerne. Zudem konzentrieren sich die Ergänzungssteuern gemäss der Analyse auf wenige Branchen.

So trugen der Pharma- und Finanzsektor zu 90 Prozent der gesamten OECD-Steuereinnahmen bei. Die zwei grössten Zahler kommen allein für drei Viertel der Steuern auf.

Deloitte weist indes darauf hin, dass aufgrund fehlender Daten zu Tochtergesellschaften ausländischer Konzerne, die ebenfalls der OECD-Mindeststeuer unterliegen, für das letzte Jahr noch keine abschliessende Beurteilung vorgenommen werden könne. Denn diese Konzerne müssen erst bis zum 30. Juni 2026 die Steuererklärung für das Jahr 2024 einreichen.

Die «OECD Minimum Tax Impact Analysis 2026» analysiert die Auswirkungen der OECD-Mindeststeuer auf die 50 grössten börsenkotierten Schweizer Konzerne für das Geschäftsjahr 2025. Die Studie basiert auf einer Auswertung der publizierten Geschäftsberichte mit Vorschriften zur OECD-Mindeststeuer. Insgesamt konnten laut Deloitte 46 Konzerne analysiert werden.

(AWP)