Der am Mittwoch von der Ratingagentur Ratingdog veröffentlichte Einkaufsmanagerindex (PMI) sank um 3,7 Punkte auf 50,4 Zähler. Dies ist der niedrigste Wert seit September 2024. Volkswirte hatten mit einem Rückgang gerechnet, waren aber im Schnitt von 53,7 Punkten ausgegangen.

Der Stimmungsindikator liegt nur noch knapp über der sogenannten Expansionsschwelle von 50 Punkten. Die wirtschaftlichen Aktivitäten in diesem Sektor wachsen demnach kaum noch. Zuvor hatte bereits der Ende Juli veröffentlichte staatliche Einkaufsmanagerindex einen Stimmungsrückgang gezeigt. Dieser Indikator fiel im Juli unter die Expansionsschwelle auf 49 Punkte, nachdem er im Juni bei 50,2 Punkten gestanden hatte.

Die beiden Indikatoren werden unterschiedlich ermittelt. Der staatlich erhobene Einkaufsmanagerindex erfasst häufig grössere und staatsnahe Betriebe, während der RatingDog-PMI als Abbild für die Stimmung kleinerer und eher privater Unternehmen gilt.

Seit dem Frühjahr verstärken sich die Sorgen um den Zustand der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt. Im zweiten Quartal hat die Konjunktur an Fahrt verloren. Chinas Wirtschaft wuchs in den Monaten April bis Juni um 4,3 Prozent, nachdem sie zu Beginn des Jahres noch um 5,0 Prozent zugelegt hatte.

(AWP)