Die Stimmung unter Schweizer Industrieunternehmen hat sich im Dezember erneut verschlechtert. Damit setzt sich die seit drei Jahren anhaltende Durststrecke fort. Dagegen hellte sich das Bild im Dienstleistungssektor merklich auf.
Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Industrie gab im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 3,9 Zähler nach auf 45,8 Punkte, wie die Grossbank UBS und der Einkauf-Fachverband Procure.ch am Montag mitteilten. Er liegt damit klar unterhalb den von Ökonomen erwarteten 49,5 bis 50,4 Punkten.
Der Index verharrt damit seit genau drei Jahren unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Bei Werten unter 50 Punkten gehen die befragten Unternehmen von einer schrumpfenden wirtschaftlichen Aktivität aus. Liegt der Index oberhalb, dann ist von Wachstum auszugehen.
Die UBS schreibt denn auch von einer eine anhaltend angespannte Lage bzw. einer anhaltenden Durststrecke. Trotz zwischenzeitlicher Erholungen im August 2024, Februar 2025 und November 2025 konnte die Flaute demnach nie vollständig überwunden werden - der Sprung über die 50-Punkte-Marke blieb jeweils aus.
Dagegen zog der PMI für den Dienstleistungssektor klar an. Er kletterte zum Jahresschluss um 6,9 Stellen auf 52,1 Punkte und damit über die Wachstumsschwelle. Dabei habe sich bei den Dienstleistern vor allem die Auftragssituation deutlich erholt, heisst es. In der AWP-Umfrage hatten Ökonomen mit einer Spanne von 48,5 bis 50,4 Punkten klar weniger erwartet.
(AWP)
