Das Management verdoppelt deshalb laut einer Mitteilung vom Dienstag seine Prognose für den Umsatz mit Rechenzentren in diesem Jahr nahezu und rechnet nunmehr mit Erlösen von rund einer Milliarde US-Dollar (ca 860 Mio Euro). Zuvor hatte der Halbleiterhersteller für dieses Geschäft noch einen Betrag von «deutlich über 500 Millionen US-Dollar» in Aussicht gestellt.
Im Jahr 2027 könnten sich die Einnahmen im Geschäft mit Rechenzentren sogar noch einmal auf 2 Milliarden verdoppeln, falls das Nachfragewachstum anhalte, wie das französisch-italienische Unternehmen weiter erklärte. Hier hatten zuvor entsprechend «über 1 Milliarde Dollar» im Plan gestanden. Die Aktien zogen nach den Nachrichten auf ein Hoch seit 2000 an - zuvor hatten sie sich seit dem Jahreswechsel bereits um fast 190 Prozent verteuert.
Im Februar hatte STMicroelectronics mitgeteilt, dass der Konzern Halbleiter an Amazon.coms Cloud-Sparte AWS liefern werde, darunter Chips für Konnektivität und Energiemanagement. STMIcro-Chef Jean-Marc Chery hat den Chipproduzenten, der unter anderem Tesla und Apple beliefert, darauf ausgerichtet, über die Bereiche Unterhaltungselektronik und Automobil hinaus in wachstumsstärkere Felder wie Rechenzentren zu expandieren. Bereits zum vergangenen Quartalsbericht im April hatte Chery dieses Jahr als einen «bedeutenden Durchbruch» beim Umsatz mit den für das Training und den Einsatz von KI genutzten Rechenzentren bezeichnet.
(AWP)

