Südkoreanische Stahlproduzenten sollten «wohlwollend berücksichtigt» werden, teilte das Präsidialamt in Seoul am Donnerstag mit. Lee habe diese Forderung am Mittwoch bei einem Gipfeltreffen mit EU-Ratspräsident Antonio Costa und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in Belgien vorgebracht. Dabei habe er betont, dass südkoreanische Unternehmen keinen schlechteren Marktzugang erhalten dürften als ihre Wettbewerber. Er verwies auf die Rolle seines Landes als strategischer Partner der EU und das bestehende Freihandelsabkommen.
Das EU-Parlament hatte im Mai Pläne gebilligt, die zollfreien Stahlimporte gegenüber dem Niveau von 2024 um fast die Hälfte auf 18,3 Millionen Tonnen pro Jahr zu senken. Für Mengen, die diese Quote übersteigen, wird künftig ein Zoll von 50 Prozent fällig. Bislang lag dieser bei 25 Prozent. Nach Daten des Branchenverbands Eurofer war Südkorea im Jahr 2024 mit 3,3 Millionen Tonnen fertigen Stahlerzeugnissen der zweitgrösste Stahlexporteur in die EU.
(Reuters)

