Die monatliche Grundgebühr steigt um 1,50 Franken pro Abo, bei Mehrfach- und Kombi-Abos um 0,75 Franken pro zusätzliches Abo.
Auch bei den Marken Yallo und Lebara werden die Preise je nach Mobilfunkabo um 0,50 bis 2,00 Franken erhöht, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Bei den meisten Abos wird die Anpassung 1,00 Franken betragen.
Die Nebenmarken Swype und CHmobile und spezifische Angebote für Geschäftskunden seien von der Preiserhöhung ausgenommen. Das gleiche gelte für Prepaid- und Home Security-Angebote, Zusatzdienste (Optionen) sowie Ratenzahlungen von Geräten, hiess es. Das Geld will Sunrise in die Qualität von IT- und Netzwerkinfrastrukturen sowie digitalen Services stecken.
Aktie legt zu
Im Februar hatte Sunrise angekündigt, eine Erhöhung von gewissen Preisen ins Auge zu fassen. Allerdings sagte Konzernchef André Krause damals, dass eine erneute generelle Preiserhöhung wie im Frühling 2025 nicht geplant sei.
Allerdings sei Ende Februar der Iran-Krieg ausgebrochen, der die Preise für Lieferketten und Energie nach oben getrieben habe, sagte ein Sprecher auf Anfrage. Zudem würden die Chips für Geräte wegen des KI-Booms teurer.
Von den Finanzmärkten kam Beifall: Die Aktie legte bis 9.30 Uhr um 1,9 Prozent zu. Der Gesamtmarkt notiert derweil schwächer. «Wir schätzen, dass unter dem Strich ein positiver Effekt beim Erlös verbleiben wird», erklärte der Telekomanalyst der ZKB. Die Nachricht sei positiv und er erwarte, dass die Konsensprognosen für Sunrse möglicherweise leicht steigen würden.
Auch Swisscom und Salt schlagen auf
Mit den Preiserhöhungen ist Sunrise nicht alleine: Platzhirsch Swisscom hat am 1. April die Preise auf breiter Front nach oben angepasst. Die Aufschläge dürften der Swisscom einen tiefen zweistelligen Millionenbetrag einbringen, wie Konzernchef Christoph Aeschlimann im Februar gesagt hatte. Es komme allerdings stark darauf an, wie viele Kunden wegen der Preiserhöhung abwandern würden.
Und die Nummer drei der Branche, Salt, erhöht die Preise für gewisse Mobilfunkabos ab 1. Juni 2026 um 1,00 bis 2,00 Franken pro Monat. Mit dem Geld will der Telekomkonzern Investitionen ins Netz und in Dienstleistungen finanzieren. Salt hatte bereits vor einem Jahr aufgeschlagen.
(AWP)

