Gute Nachrichten für Swatch: Die Royal Bank of Canada hebt das Rating für den Uhrenkonzern auf «Sector Perform» hoch und erhöht das Kursziel auf 220 von 160 Franken. Damit liegt der zuständige Experte klar über dem Konsens seiner Berufskollegen, die im Schnitt 157,28 Franken als realistisch erachten. 

Hauptgrund für die Hochstufung sei die Zusammenarbeit mit Audemars Piguet für die neue «Royal Pop»-Kollektion, schreibt der Analyst. Die Kollaboration bedeute einen wichtigen neuen Gewinntreiber. Gleichzeitig hätten sich aber auch die Exportdaten für günstigere und mittlere Schweizer Uhren zuletzt verbessert, so der Experte weiter.

Die positive Einschätzung der RBC hilft dem Aktienkurs von Swatch am Mittwoch jedoch nicht. Die Inhaberaktie verliert nach der Eröffnung mehr als 6 Prozent und fällt unter 195 Franken, nachdem sie am Dienstagabend bei 207,40 Franken aus dem Handel gegangen war. Somit endet die Aufholjagd der vergangenen Tage, an denen der Titel 4,51 Prozent gutgemacht hatte. 

«Eine völlig neue Art des Zeitmessens»

Die Uhrenkonzerne Swatch und Audemars Piguet hatten die «Royal Pop» vor wenigen Tagen angekündigt. «Zwei Schweizer Ikonen schliessen sich zusammen, um eine völlig neue Art des Zeitmessens zu erfinden und künftige Generationen in die Welt der mechanischen Uhren einzuführen», so der Wortlaut der Mitteilung. Die Uhr wird ab Mitte Mai verfügbar sein. 

Vermutlich erhofft sich der Konzern ein ähnliches Interesse wie bei der Lancierung der «Moonswatch» im März 2022. Sie löste ein riesiges Interesse bei Käufern rund um den Globus aus. Es gab lange Schlangen vor den Swatch-Läden.

Trotz der besseren Aussichten blieben strukturelle Probleme wie die Konkurrenz durch Smartwatches und der Margendruck bestehen, betont der RBC-Experte in seiner Analyse.

(cash)